Daniel Vasella muss auch nach seinem Abtreten als Präsident des Pharma­giganten Novartis Anfang Jahr nicht darben. Nachdem er für sein letztes ­volles Amtsjahr insgesamt 13 Millionen Franken an Vergütung erhalten hatte, durfte er sich im März an üppigen ­Dividendenzahlungen von über sieben Millionen Franken erfreuen – 2.30 Franken bekam er für jede seiner 3,17 Millionen Aktien. Der Gesamtwert seines Novartis-Pakets liegt etwa bei 220 Millionen Franken.

Dazu kommen weiterhin seine ­Tantiemen als Verwaltungsrat des Getränkekonzerns ­PepsiCo (2012 waren dies 216 667 Dollar) und von American Express (2012 für fünf Monate 55 107 Dollar). Als Berater in Diensten von ­Novartis darf Vasella zudem einen ­Tagessatz von 25 000 Franken berechnen. Pro Jahr überschreiben ihm die Basler mindestens eine viertel Million Dollar – es kann allerdings durchaus auch mehr sein.

Wo Vasella dieses Geld versteuert, ist ­unklar. In einem Gespräch mit der ­«Financial Times» («FT») vom 26. August hat er erstmals bestätigt, dass er seine Schweizer Besitztümer an seine Kinder überschrieben habe und mit seiner Frau in die USA gezogen sei. Er hat sich in der Schweiz offiziell ­abgemeldet, nicht bekannt ist aber, ob und wo er sich neu angemeldet hat. Vasella sei nicht willens, anzugeben, wo er lebe, schreibt die «FT».

Zuletzt gesehen wurde Daniel Vasella in New York, doch aus steuerlicher Sicht ist ein Umzug von Risch im Kanton Zug, wo er bislang angemeldet war, in den Big Apple wenig sinnvoll, wäre ein Umzug in die Vereinigten Staaten doch steuerlich mit gravierenden Nachteilen behaftet.

Wer sein Domizil in die USA verlegt, muss für die Zukunft nach dem Terri­torialprinzip des US-Steuerrechts damit rechnen, dass seine Einkünfte weltweit der amerikanischen Besteuerung unterliegen. Dies gilt auch für den Fall eines späteren Wegzugs aus den USA. Zudem droht seinen Kindern die Last einer staatlichen Erbschaftssteuer. 

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