Seit Internetaktien rund um den Globus ins Trudeln geraten sind, hat Robin Li gegen drei Milliarden Dollar verloren. Das kratzt ihn kaum; mit elf Milliarden bleibt er einer der reichsten Chinesen. Als viertes von fünf Kindern wurde Li von seinen Eltern, beide Fabrikarbeiter, zu einer soliden Ausbildung gedrängt. So holte er sich in Peking einen Bachelor in Informationsmanagement und in den USA einen Abschluss in Informatik.

Bei Dow Jones beschäftigte er sich intensiv mit Ranking-Algorithmen für die Internetsuche. Sein Chef allerdings wollte davon nichts wissen. «So etwas machen wir hier nicht», soll er ihn abgekanzelt haben.

Li kehrte zur Jahrtausendwende nach China zurück und gründete die Internetsuchmaschine Baidu, die auf seine bei Dow Jones gewonnenen Erkenntnisse aufgebaut ist. Heute ist Baidu das «Google Chinas» und auch an der Börse ein durchschlagender Erfolg. Robin Li hält 20,8 Prozent der Aktien. Bei Dow Jones dürften sich einige Manager immer noch ihre Haare raufen.

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