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«Die Assekuranz hat sehr viel zu bieten»

Warum Versicherer nicht so langweilig sind wie ihr Ruf und was die Digitalisierung für die Branche bedeutet: Das erklären Mobiliar-Chef Markus Hongler, Swiss-Life-Chef Patrick Frost und Helvetia-CEO Philipp Gmür.

Corinna Clara Röttker
Von Corinna Clara Röttker
28.05.2018

Wer viel besitzt, kann viel verlieren, entsprechend gross ist schnell die Angst vor materiellem Verlust. Versicherer machen sich das zunutze und kommen auf immer kuriosere Ideen, um neue Kunden anzuwerben. Ein Plan, der in der Schweiz scheinbar aufgeht, denn: Kein Land ist so überversichert wie die Schweiz. Nie waren die Versicherungen so wichtig wie heute.

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«Es kann nicht so langweilig sein»

Und dennoch: Der Ruf der Versicherungen ist nicht der beste. Klar, Hausrat-, Haftpflicht- und Lebensversicherung kennt jeder. Doch die Tätigkeit gilt als langweilig, kaum Kreativität, stattdessen dröge Zahlenreihen, kurz: Versicherungen sind unsexy – so lautet das Vorurteil. Das Image der Versicherungen ist zum Teil sogar schlechter als das der Banken. Doch warum ist das so?

Mobiliar-CEO Markus Hongler stellt das am Business-Talk in Abrede:

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Swiss-Life-CEO Patrick Frost kann das graue Image der Versicherungen nicht ganz abstreiten. «Das hängt viel mit den Werten zusammen, die wir verkörpern», sagt Frost. «Doch auch wir haben keine Probleme, qualifizierte Leute zu finden und sind sie erstmal da, sind sie auch sehr gerne bei der Swiss Life.»

«Unsere Branche hat ein grosses Potenzial»

Zu tun hat dies auch mit der Digitalisierung. Denn die Versicherer befinden sich im Umbruch, es überlebt nur, wer den Markt mit smarten Innovationen erobert. Kreativer, kundenorientierter, agiler, effizienter lautet die Devise. Das lockt nicht nur junge Nachwuchskräfte an. Zumal sich bedingt durch die Digitalisierung die Berufsprofile ändern.

Von einem Berufsterben hingegen, wie von vielen Zukunftsforschern für bestimmte Branchen prognostiziert, könne keine Rede sein – ganz im Gegenteil sagt Helvetia-Chef Philipp Gmür am Business Talk, «Unsere Branche hat ein grosses Potenzial»:

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«Mittelfristig wird uns der Axa-Ausstieg helfen»

Ein weiteres Thema, über das am Business-Talk diskutiert wurde, war der Ausstieg der Axa aus der Vollversicherung. Anfang April wurde bekannt, dass der Versicherer künftig auf teilautonome Vorsorgeangebote setzt, bei denen die Unternehmen das Anlagerisiko selber tragen. Grund sind laut Axa die tiefen Zinsen, eine zunehmende Umverteilung zulasten der Berufstätigen und ein enges Anlagekorsett. Das habe in den letzten Jahren zu einem immer unvorteilhafteren Preis-Leistungs-Verhältnis für die Firmen und ihre Angestellten geführt.

Die Swiss Life hingegen hält an der Vollversicherung fest, wie Patrick Frost am Business-Talk sagt. Der Ausstieg der Axa helfe mittelfristig:

 

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Die Wiederholung des BILANZ-Business-Talks wird ausgestrahlt am Samstag, 2. Juni um 13.10 Uhr auf SRF 1 sowie um 17.10 Uhr auf SRF Info.