Ihr Motto? Erfolg ist nie ein Zufall.

Ihre härteste Lebensschule? In der ­ersten Phase des Berufslebens: kleine Kinder, militärische und berufliche ­Karriere im Aufbau und eine Weiter­bildung. Es war extrem schwierig, alles unter einen Hut zu bringen.

Ihre grösste Schwäche? Nüt halb! Ich bin immer mit Vollgas durchs Leben gegangen, habe mich in meinem beruflichen Umfeld stets stark engagiert. So hat mein privates Umfeld etwas gelitten.

Welches Talent besässen Sie gerne? Ich bin leider völlig unmusikalisch, obschon ich gerne Musik höre. Ich würde gerne ein Instrument spielen können.

Ihr liebster Künstler? Massimo Rocchi. Ich finde seine Performances sehr geistreich und kann mich dabei gut entspannen.

Welches Buch liegt derzeit auf Ihrem Nachttisch? Ein Buch über die Lehren von Darwin. Ich interessiere mich sehr für die Entstehung unseres Lebens auf der Erde.

Ein Mensch, der überschätzt wird? Der Präsident der USA. Er ist in einem politischen Umfeld, das seine reale Entscheidungsfreiheit erheblich eingrenzt.

Wofür geben Sie ohne schlechtes Gewissen Geld aus? Für elektronische Gadgets.

Ihr Lieblings-Gadget? Mein E-Reader. Ich bin viel unterwegs und lese gerne. Das Gerät ist sehr praktisch.

Ihre Lieblings-App? Die Bussenliste. Damit weiss ich, welches Risiko ich eingehe, wenn ich ausnahmsweise etwas schnell unterwegs bin.

Welchen Titel sollte ein Porträt über Sie tragen? Ein Mann, der mit beiden Füssen auf dem Boden steht.

Mit welcher berühmten Persönlichkeit ­würden Sie gerne post mortem abendessen – und warum? Mit Albert Einstein. Ich muss aber relativieren, dass ich seine Theorie nie vollends begriffen habe.

Was mögen Sie überhaupt nicht? Opern! Die finde ich langweilig. Meistens verstehe ich die Handlung nicht, da ich mir nicht die Mühe nehme, mich auf die ­Vorstellung vorzubereiten.

Wer oder was wären Sie gerne einen Tag lang? Ein Bergführer mit den Fähig­keiten, die schwierigsten Passagen zu meistern. Idealer wäre aber eine ganze Woche statt nur eines Tages.

Ihre grösste Extravaganz? Wir wohnen in einem grossen Haus, die Kinder sind ausgeflogen. Ich geniesse es, so viel Freiraum zu haben, und würde nicht in eine kleinere Wohnung umziehen wollen.

Eine Sünde? Bevor ich Bergtouren mache, bin ich nicht immer ehrlich zu meiner Frau, was ich im Detail vorhabe.

Michel Kunz (53) ist seit 2010 Chef von Orell Füssli. Der Konzern mit 11 000 Mitarbeitenden ist im Buchhandel, als Verlag und im Sicherheitsdruck (Banknoten, Pässe) tätig. Zuvor war Kunz Konzernchef der Post.

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