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Ariel Luedi
Quelle: Martin Vogel

Ariel Lüdi

Wer wie Ariel Lüdi mit einem Klavier aus einem fliegenden Flugzeug springt, ist verrückt – oder kann Risiken einschätzen. Den Job als Stuntman hat der 59-Jährige vor vielen Jahren an den Nagel gehängt. Mit der Bewertung von Risiken verdient er aber immer noch sein Geld: Lüdi zählt zu den gefragtesten Wagniskapitalgebern der Schweiz. Möglich wurde die Existenz als Venture Capitalist vor allem durch einen grossen Deal. 2004 investierte er in das kleine Softwareunternehmen Hybris mit zwölf Mitarbeitern und übernahm die Geschäftsführung. 2013 verkaufte er das Unternehmen mit bereits 700 Mitarbeitern für 1,5 Milliarden Franken an den Softwareriesen SAP.

Lüdi verhalf dieser Deal zu einem tiefen dreistelligen Millionenbetrag. Einige dieser Millionen investierte er in ein 20 000 Quadratmeter grosses Anwesen in Cham, die ehemalige Hammerschiede, und gründete dort das Hammerteam. Dieses ist als Wagniskapital-Anlaufstelle für Softwareprojekte bekannt. «Wir haben einen starken Dealflow. Es gibt einfach wenige, die im Softwarebereich Firmen gross gemacht haben», sagt Lüdi. Viel basiert auf Mundpropaganda. Oft servieren ihm grosse Venture Capitalists Projekte, die zwar aussichtsreich, für diese aber zu klein sind.

Lüdi investiert nicht nur Geld, sondern auch viel Zeit. Sein Team ist in die Jungfirmen stark involviert und nützt das wachsende Netzwerk. Derzeit ist Lüdi an 21 Firmen beteiligt. Nur bei zwei Unternehmen hält er die Mehrheit, sonst sind es zwischen 10 und 25 Prozent. Eines davon ist MobileBridge. Mit dieser Firma will er das E-Marketing revolutionieren. MobileBridge sei das erste Kundenbindungsprogramm, das die Blockchain und eine dazugehörige Kryptowährung (Momentum) nutzt.

(Stand November 2018)

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2018
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