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Willy Strothotte (66): Abschlag in der Karibik

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Der Präsident von Glencore und Xstrata hat seinen Rückzug auf Raten begonnen.

Von Stefan Lüscher
11.03.2011

17 Jahre lang hat Willy Strothotte als Präsident die Geschicke von Xstrata bestimmt. Der Westfale wandelte die einst unbedeutende Beteiligungsfirma zu einem der weltgrössten Bergbaukonzerne. Nun geht eine Ära zu Ende: An der Generalversammlung vom 4. Mai wird der Wahlschweizer seinen Stuhl bei Xstrata räumen. Strothottes Rücktritt überrascht nur auf den ersten Blick. Seit längerem zieht er sich schrittweise zurück, verschiebt seinen ­Lebensmittelpunkt zusehends von Feusisberg in die Karibik, wo er Golf spielt oder mit seinem Speedboot durchs Wasser pflügt. Schon bald wird der 66-Jährige auch seine weiteren Mandate zur Verfügung stellen. Vom Posten als Glencore-Präsident dürfte er sich dann verabschieden, wenn er den Rohstoffhändler an die Börse gebracht hat. Am nötigen Klimpergeld für den Ruhestand in Luxus mangelt es nicht. Strothotte ist der grösste Glencore-Aktionär, sein Paket gegen fünf Milliarden Franken wert. Sein Vermögen wurde auch durch Bernard Madoff nur wenig geschmälert; der sonst so gewiefte Finanzstratege Strothotte ist jedoch dem US-Milliardenbetrüger auf den Leim gekrochen. Vermögen: 4–5 Milliarden

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