New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo (54) zeigt sich spendierfreudig, um ein erfolgversprechendes Prestigeprojekt für seinen Bundesstaat zu fördern: ein Joghurt-Joint-Venture des Getränke- und Nahrungsmittelriesen PepsiCo mit Europas Milchmogul, dem Wahlschweizer Theo Müller. 26 Millionen Dollar werden aus dem Steuersäckel fliessen für den Bau eines 206 Millionen teuren Milchverarbeitungsbetriebs mit 186 Arbeitsplätzen im Genesee Valley Agri-Business Park in Batavia. Die Strategen in Müllers Planungszentrale an der Zürcher Goldküste erwarten den Produktionsbeginn unweit der Niagarafälle bei dem als Wave Holdings agierenden ­Betrieb für 2013. Im Bundesstaat New York können innerhalb von 24 Stunden 125 Millionen potenzielle Kunden beliefert werden.

Die Familienfirma Müller, neuerdings formaljuristisch als Kommanditgesellschaft aus Luxemburg gesteuert, hat im letzten Halbjahr bereits reichlich zugelegt. Nach dem Zukauf des britischen Konkurrenten Robert Wiseman Dairies erreicht Müller mit nun 21 000 Mitarbeitenden 4,7 Milliarden Euro ­Umsatz, zwei Milliarden Euro mehr als im Vorjahr.

Vermögen: 2–3 Milliarden

 

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