An Asiens Kaiser- und Königshöfen zählen Rosshaartaschen aus der hessischen Manufaktur Comtesse zu den «Must-haves». Japans Kronprinzessin Masako (50) trug ein Modell der Edeltäschner bei ihrer Vermählung mit Kronprinz Naruhito (54). Doch trotz hochwohlgeborenem Werbeträger scheint der Verkauf von Comtesse-Kreationen mit Materialien aus dem Schweif mongolischer Wildpferde zu lahmen. Peter Kriemler (51) jedenfalls, kaufmännischer Kopf und neben seinem schöpferischeren Bruder Albert (53) Teilhaber des formidablen Familienunternehmens Akris in St. Gallen, sucht einen Abnehmer für Comtesse.

Den Taschenhersteller mit dem legendären Versprechen «Handmade Perfection since 1929» hatten die Strategen aus der Ostschweiz erst vor fünf Jahren übernommen. Albert Kriemler entwarf ­allerdings alsbald unter dem eigenen Label Akris eine zusätzliche Kollektion, die speziell durch die Trapez-Tasche namens Ai bekannt wurde. Für die abgekoppelte Akris-Taschenlinie wird zwar auch Rosshaarmaterial verwendet. Zusätzlich werden aber ebenso Ledertaschen in günstigerer Preislage angeboten. «Für den Ausbau einer zweiten Marke sind wir jedoch einfach zu klein», begründet Peter Kriemler die Verkaufsabsichten für Comtesse.

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