Der gebürtige Schwede Frederik Paulsen liebt den ­Tiefenrausch. Vor vier Jahren tauchte er an Bord des ­russischen U-Boots «Mir 2» zum geografischen Nordpol ­hinunter. Im Schwester-Tauchboot «Mir 1» sassen russische Forscher, die in 4261 Metern Tiefe eine metallene Flagge der Russischen Föderation in den Boden rammten. Die Welt empörte sich ob der – wenn auch nur symbolischen – Inbesitznahme der Russen. Dabei ging beinahe unter, dass der Wahlschweizer Paulsen die ­Expedition grösstenteils berappt hatte. So fand er ­Geschmack am Abtauchen. Diesen Sommer finanzierte er das ­Projekt Elmo. «Mir 1» und «Mir 2» tauchten mehrmals für wissenschaftliche Fahrten ab – dieses Mal im ­Genfersee. Am nötigen Kleingeld für nasse ­Expeditionen mangelt es Paulsen nicht. Vater Friedrich, ein gebür­tiger Deutscher, ­gründete 1950 im schwedischen Malmö die Nordic Hormone Laboratory. Sohn Frederik zügelte Jahre später mitsamt der in Ferring umbenannten Firma nach Saint-Prex ins Waadtland. Das in Familienbesitz stehende Pharma­unternehmen ist zu einer imposanten Grösse heran­gewachsen: 2010 erwirtschafteten gut 4000 Beschäftigte einen Umsatz von 1078 Millionen Euro. 

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