Vor fast 60 Jahren kaufte die deutsche Industriellenfamilie Klingelnberg ein Ferienhaus in der Schweiz. Vor 15 Jahren zog sie fest hierher. Jetzt besitzt auch die Konzernholding des Clans ein eigenes Quartier in Zürich Oerlikon. Als CEO weihte Junior Jan Klingelnberg (38) Anfang Oktober den 20-Millionen-Franken-Bau ein. Vater und VR-Präsident Diether Klingelnberg (66) geisselte die extreme Verschuldung seiner Heimat, die er unter Berufung auf die Stiftung Marktwirtschaft schon für 2005 mit «230 Prozent des BIP» bezifferte.

Lob hingegen für die Schweiz. Von der Regierung dieses «exzellenten Landes» wünscht sich der Wirtschaftsingenieur in bilateralen Gesprächen «mehr Selbstvertrauen gegenüber den USA und der EU». Euphorie über die vermeintlich überwundene Wirtschaftskrise ist für Klingelnberg senior verfehlt: «Was bedeuten im laufenden Jahr schon 6 Prozent Umsatzwachstum, wenn ich im Vorjahr 30 Prozent Verkaufserlös verlor?» Der Weltmarktführer im Verzahnungsmaschinenbau und Branchenprimus bei Industriemessern und -sägen sieht die Zukunft der eigenen Firma jedoch optimistisch.

Vermögen: 200–300 Millionen

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