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Victoria’s Secret: Das Geschäft mit den Engeln

Es war wie immer ein Fashion-Spektakel: Die Victoria's Secret-Engel schwebten erstmals in London in Glitzer-Lingerie über den Laufsteg. Ein Geschäft, das sich lohnt – für Models und Firma.

Von Corinna Clara Röttker
Aktualisiert vor 9 Minuten

Das Erfolgsrezept der Victoria’s Secret Show ist eigentlich einfach: Man nehme bildhübsche Frauen, gebe ihnen Flügel und lasse sie als Engel in sexy Dessous über den Laufsteg schweben. So war es auch in diesem Jahr. Mit einem Unterschied: Erstmals schickte das Label seine Engel in London auf den Laufsteg. Neben Adriana Lima und Alessandra Ambrosio heizten unter anderem Doutzen Kroes, Candice Swanepoel, Karlie Kloss und Lily Aldridge das Weihnachtsgeschäft des Wäscheherstellers an.

Das diesjährige Highlight: Die mit Diamanten und Juwelen besetzten «Dream Angels Fantasy Bras». Gleich zwei wurden für die diesjährige Show vom Juwelier Mouawad angefertigt. Der Wert: zwei Millionen Dollar – pro Stück. Den Brasilianerinnen Adriana Lima und Alessandra Ambrosio kam die Ehre zuteil, sie zu präsentieren.

Das Who-is-who

Und die Resonanz war wie immer überwältigend. Das Konzept der Show ist so erfolgreich, dass jedes Topmodel dieser Welt dabei sein will. Die Engel-Liste liest sich entsprechend als Who-is-who der Branche: Claudia Schiffer, Heidi Klum, Tyra Banks, Gisele Bündchen, Miranda Kerr waren schon dabei. Die Teilnahme an der Show gleicht einem Ritterschlag, jeder Engel wird zur Marke, Folgeaufträge garantiert. Selbst Musiker reissen sich um die Auftritte auf der alljährlichen Modenschau.

Dass die Models dabei die neueste Dessous-Kollektion der Marke zur Schau stellen, verkommt fast zur Nebensache, denn irgendwie wirkt die Victoria’s-Secret-Show jedes Jahr wie ein grosse Party. Eine grosse teure Party. Tickets kosten umgerechnet rund 15'000 Franken – exklusive Aftershow-Party. Wer auch anschliessend noch mitfeiern möchte, muss nochmal 3'000 Franken drauflegen.

Victoria’s Secret polarisiert, in jeglicher Hinsicht, und ganz im Sinne des Unternehmens. Mit den funkelnden BHs, den spitzenverzierten Höschen und den riesigen Flügeln ist die Modenschau das Event der Branche, das sogar im US-Fernsehen übertragen wird. Durch eine gelungene PR zieht die Show stets die weltweite Aufmerksamkeit auf sich. Es ist ein sehr lukratives Geschäft. Für die Models und für die Firma.

Von den Anfängen

Angefangen hat alles in Kalifornien. Dort eröffnete Unternehmer Roy Raymond 1977 den ersten Laden. 1982 kaufte dann Leslie Wexner das Label für Limited, heute Limited Brands, und änderte die Strategie. Mit Erfolg. Im vergangenen Jahr machte Victoria's Secret eigenen Angaben zufolge 6,7 Milliarden Dollar Umsatz und erreichte 390 Millionen Kunden. 1995 liess Victoria’s Secret seine Models erstmals laufen – damals im glamourösen Plaza Hotel in New York.

Ernüchternd und gewöhnlich hingegen ist der Besuch in einer der Filialen – wenn man beziehungsweise frau mal von den Preisen absieht. Zwischen Spitzenwäsche, Baumwoll-Pantys, Bodylotion und Schlafanzügen wird dort selbst Lieschen Müller fündig. Es ist eben doch nicht alles Gold, was glänzt.

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