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Orlebar Brown: «Die Würde des Mannes beim Baden»

Sie sind bequem, stilvoll und zeitlos - am Strand und darüber hinaus: Mit ein paar Schnallen hat Orlebar Brown die Badehose revolutioniert und dem Geschmackswirrwarr am Strand ein Ende bereitet.

Von Patrick Lindner («World's Luxury Guide»)
am 21.07.2014

Erinnern Sie sich noch an den Moment, als Halle Berry göttinnengleich aus dem Wasser stieg und als «Jinx» das erste Bond-Girl Ursula Andress zitierte? Und erinnern Sie sich, wie nur vier Jahre später Daniel Craig aus dem Wasser glitt und dabei selbst zur Zielscheibe schmachtender Blicke wurde?

Zeiten ändern sich. Jahrzehntelang Nutznießer kunstvoll inszenierter weiblicher Nacktheit wurde James Bonds Figur schlagartig zum unverhohlenen Objekt sexueller Begierde, was er neben Craigs maskuliner Physiognomie auch einer kleinen, unglaublich gut sitzenden Badehose verdankte.

Offizieller Badehosenlieferant von 007 – Orlebar Brown

Ganz offenbar ist 007 seither auf den Geschmack gekommen, hat er in «Skyfall» (2012) den britischen Hersteller «Orlebar Brown» zum offiziellen Badehosenlieferanten erkoren. (Zur Klärung: Die Modelle sind vielleicht nicht ganz so enganliegend wie die hellblauen Shorts von La Perla aus «Casino Royale», aber mindestens genauso kleidsam mit einem Quäntchen mehr an Diskretion. ‚Britishness‘ verpflichtet eben und so ganz ändern sich die Zeiten dann doch nicht.)   

Orlebar Brown oder «Die Würde des Mannes beim Baden»

Um seine Badehosen an James Bonds Hinterteil zu bekommen, bedarf es einer starken Vision. Diese kam CEO und Gründer Adam Brown bei einem Urlaub in Rajasthan: «Alle Frauen am Pool sahen toll aus – alle Männer hingegen schrecklich.» Der unheilvollen Mischung aus übergroßen Hawaii-Shorts und ausgeleierten Speedos wollte der Brite mit einer cleveren Passform den Garaus machen. Er orientierte sich am schmalen Schnitt seiner Lieblingshosen und verzichtete auf das würdelose, gekräuselte Bündchen inklusive Gummizug.

Die stilvollsten Badehosen

«Wenn ein Mann ein schön geschnittenes Etwas anhat – ganz gleich, ob Jacke, Hemd oder Badehose – wird der Effekt immer umwerfend sein, egal, welchen Körperbau er hat», erklärt Brown seine Unternehmensphilosophie. Der Erfolg gibt ihm recht. In nur sieben Jahren wuchs «Orlebar Brown» vom Online-Shop mit Lagerstätte im Schlafzimmer seines Gründers zur international agierenden Luxusmarke und wurde von Walpol zur «Best Emerging British Brand 2012» gekürt.

Was leisten die Badehosen?

Bei Preislagen von etwa 200 Euro aufwärts versteht sich hohe Qualität und Verarbeitung von selbst. Das Polyamid der Shorts hält alles in Form und trocknet in wenigen Minuten. Bei Bestellung kann man sich einfach an seiner normalen Jeansgröße orientieren und falls sich im Urlaub doch ein bis zwei Kilo dazu schummeln, lassen sich die Seitenschnallen um bis zu zwei Zentimeter verschieben, ohne die Silhouette zu zerstören. Von unifarben bis zur wilden Musterung ist alles im Brownschen Repertoire vorhanden. Unsere Redaktionslieblinge sind allerdings die fotorealistischen, farbenfrohen Laserdrucke, die sich auch wunderbar für fortgeschrittene Jahrgänge eignen.      

Welche Orlebar Brown passt zu mir?

Im Badehosen-Universum von Orlebar Brown gibt es vier Kategorien. Der Klassiker ist das Modell «Setter». Mit einer Beininnenlänge von sieben Zentimetern ist das Modell der Allrounder für alle Figurtypen und wird ebenfalls von fiktiven Geheimagenten getragen. Wer etwas kleiner gewachsen oder generell zeigefreudiger ist, sollte zur etwas kürzeren«Springer» greifen. Mit 15 Zentimetern im Innensaum zählt das Modell «Bulldog» zu der eher konservativen Front und könnte problemlos als gewöhnliche Shorts beim Stadtbummel durchgehen.

Der stilsichere Auftritt am Stand und Pool

Sehr zurückhaltenden Männern bleibt außerdem noch die «Dane»-Badehose. Sie verfügt über eine Innenlänge von insgesamt 26,5 Zentimetern, was sie in etwa am Knie enden lässt. Dank akkuratem Schnitt pludert sie dennoch nicht und gewährleistet einen ebenso stilsicheren Auftritt wie ihre kürzeren Verwandten.    

Dieser Artikel erschien zuerst in unserer Schwester-Publikation «World's Luxury Guide».

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