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Gaultier sagt Adieu zum Prêt-à-porter

Conchita Wurst präsentierte Gaultiers neue Haute-Couture-Kollektion im Juli in Paris.  Keystone

Jean Paul Gaultier will nicht mehr für die Stange designen und sich stattdessen auf Haute Couture und Parfüms konzentrieren. Ein Beleg dafür, wie schwer es Marken in der kommerziellen Modewelt haben.

Veröffentlicht am 16.09.2014

Der französische Modeschöpfer Jean-Paul Gaultier (62) will keine Prêt-à-Porter-Kollektionen mehr entwerfen. Er werde sich künftig auf die massgeschneiderte Haute Couture und das Geschäft mit Parfüms konzentrieren, liess der Designer in Paris mitteilen.

Gaultier sagte dem Fachblatt «Women's Wear Daily», die Entscheidung sei nach «eingehender Prüfung» der Zukunft des Unternehmens gefallen, an dem der spanische Mode- und Parfümkonzern Puig Mehrheitsanteile hält. Die Entscheidung für den Verzicht traf Gaultier Medienberichten zufolge einvernehmlich mit dem Aktionär. «Wir sind mehrere Möglichkeiten hinsichtlich des aktuellen Stands der Firma durchgegangen und sind zu demselben Schluss gekommen», sagte der Modeschöpfer.

Unter Prêt-à-Porter versteht man Kleidung, die im Gegensatz zur Haute Couture nicht nur für den Laufsteg und Models erschaffen wurde, sondern in Standardgrössen und im fertigen Zustand auf den Markt kommt. Sinngemäss bedeutet prêt-à-porter etwa so viel wie Konfektion oder «von der Stange». Dem gegenüber wird Haute Couture immer noch von Hand gefertigt.

Die letzte Frauenkollektion für Luxusmode von der Stange (Prêt-à-Porter) soll am 27. September während der Modewoche in Paris vorgestellt werden. Der Franzose hat knapp vier Jahrzehnte Prêt-à-Porter-Kollektionen für Frauen und Männer entworfen.

(sda/ccr)

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