1. Home
  2. Lifestyle
  3. Mode
  4. Designer und Forscher bauen bequemen Stiletto

Innovation 
Designer und Forscher bauen bequemen Stiletto

Sie machen schöne Beine, können aber auch schmerzhaft sein: High Heels.Keystone

High Heels sind schön - und schmerzahft. Diese Erfahrung machte auch eine stilettoverrückte Amerikanerin. Ihre Lösung: Sie baut ihren eigenen, bequemen High Heel - zusammen mit Raumforschern.

Von Karen Merkel
04.05.2015

Hohe Absätze sind sooo schön  – und sooo schmerzhaft. Ein Problem, mit dem sich Dolly Singh in guter Gesellschaft wusste. Die stilettoverrückte US-Amerikanerin arbeitete bei der Elon-Tusk-Firma Spacex  und musste täglich lange Wege zu Fuss zurücklegen. «Wer da auf High Heels nicht verzichten möchte, für den wird die Beziehung zum eigenen Schuh schnell eine sehr persönliche», sagte Singh gegenüber «Bloomberg Bussiness».

Singh sah sich vor der Entscheidung, auf Ballerinas umzusteigen oder mit dem täglichen Krampf im Fuss zu leben. Sie entschied sich für einen dritten Weg: Sie gründete eine Firma, um einen bequemen High Heel zu schaffen – Thesis Couture.

Designer und Wissenschaftler bauen den Stiletto

Wie man gutes Personal von einer Sache überzeugt, wusste sie als Spacex-Anwerberin. Und so versammelt sie eine Menge Fachwissen in ihrem Schuhprojekt. «High Heels werden sich nie anfühlen wie ein Sportschuh», sagt Singh. «Aber ebensowenig müssen sie sich anfühlen wie ein Folterinstrument.»

An dem Stiletto von Thesis Couture arbeiten nun neben Mode- und Designexperten ein Orthopäde, ein Astronaut und ein Raketenwissenschaftler. Gemeinsam entwerfen sie eine Sohle aus verschiedenen Spezialkunststoffen, die das Körpergewicht auf neue Weise auf der Sohle verteilen sollen (siehe Video). Eine Million Dollar steckt das Start-up in die Entwicklung des neuen High Heels.

Entwürfe der Sohle

Noch zeigt das Start-up aus dem Silicon Valley lediglich Entwürfe. Im Herbst 2015 will Dolly Singh ihre Schuhe präsentieren, das Paar soll 925 US-Dollar (rund 860 Franken) kosten. Die erste Lieferung ist beschränkt auf 1500 Paar. Dann kommt aus dem Silicon Valley vielleicht nicht nur die nächste coole App - sondern die Lösung für ein ur-weibliches Problem.

Anzeige