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Badehosen 
Bunt, bunter, Versace

Badehosen zählen zu den sensibleren Kleidungsstücken des Mannes. Doch das italienische Modehaus Versace hatte immer schon ein Faible für Opulenz und Avantgarde - auch bei Badehosen.

Von Patrick Lindner («World's Luxury Guide»)
30.07.2014

Wenn man sich mit Mode befasst, kommt man nicht umhin zu bemerken, dass Versace schon immer ein Faible für Opulenz und Avantgarde hatte. Das fing bei der Firmengründung durch Gianni Versace an, setzte sich mit der Regentschaft seiner Schwester Donnatella fort und dürfte auch nach einer potenziellen Übernahme des Imperiums durch Tochter Allegra so bleiben.

Badehosen – nicht nur für «Spornosexuelle»

Leuchtende Farben und komplexe Muster finden sich auf allen erdenklichen Versace-Produkten bis hin zur Badehose, die per se zu den sensibleren Kleidungsstücken am Mann gehört. Wer behauptet, die bunten Badehosen seien nichts für jedermann, mag damit zwar Zustimmung ernten, liegt aber nicht ganz richtig. Man(n) wundert sich nämlich, wie kompatibel die Farbkleckse mit dem Männerkörper am Ende sind – und das sogar ohne die Figur eines «Spornosexuellen» zu besitzen.

Badehose von Versace: Grüne Welle am Pool

«Trunks» oder «Boardshorts» finden ihren Ursprung im Surfsport und zählen seit Jahren zu den beliebtesten Badehosenmodellen für Herren. Versace interpretiert die lässigen Shorts für Männer ab dreißig, nimmt hierzu etwas «Baggy» raus und mengt im Gegenzug etwas Farbe bei. Das Ergebnis: Ein Modell in saftigem Grün und zurückhaltendem Leopardenprint. Alternativ können Männer auch zu einer schwarz-weißen Shorts mit Flaggen und goldener Blumenranke greifen. Nach dem diesjährigen WM-Titel unserer Fußballnationalmannschaft mehr als naheliegend.   

Die kleine schwarze Shorts von Versace

Versace kann auch gedeckt. Wer das nicht wusste, schaue sich die diesjährigen Retro-Shorts an. Die sitzen nämlich locker am Bein, haben eine sportive Länge und verzichten auf das entwürdigende Kräuselband. Stattdessen gibt es einen Druckknopf und als optisches Highlight den typischen Versace-Mäander um den Bund.

Kurz und bündig: Die Briefs

«Swim Briefs», im täglichen Sprachgebrauch oft als «Speedos» bezeichnet, gelten seit Jahrzehnten als Zankapfel in der Welt der Schwimmmode. Befürworter loben die große Bewegungsfreiheit, Gegner monieren, dass die Badehosen nur wenig Platz für Fantasie übrig ließen. Hinkende Vergleiche zur stets freizügigen Bademode für Damen sparen wir uns an dieser Stelle. Wir müssen aber zugeben, dass eine sportliche Figur von Vorteil ist, wenn man die orangenen und grünen Briefs zur Schau stellt. Anerkennende Blicke kommen in einem solchen Falle von alleine. 

Dieser Artikel erschien zuerst in unserer Schwester-Publikation «World's Luxury Guide».

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