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«All Stars»: Der Ur-Grossvater aller Sneaker

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Ein unverkennbar-unaufgeregtes Design: Der «Converse All Stars».  PR

Seit seiner Erfindung vor rund 100 Jahren ist sich der Converse All Stars in Form und Farbe treu geblieben. Millionen Paare des Sneakers wurden bis heute verkauft - und ein Ende ist nicht in Sicht.

Von Patrick Lindner («World's Luxury Guide»)
15.08.2014, Aktualisiert am 17.08.2014

«Chucks», «Converse», «All Stars» oder «Cons», gefühlt hat der Ur-Grossvater aller seriengefertigten Turnschuh fast so viele Spitznamen wie Modellausführungen vorzuweisen. Bis auf marginale Anpassungen in Form und Farbe ist sich das Modell seit seiner Erfindung weitgehend treu geblieben. Im Jahre 1917 lancierte die «Converse Rubber Shoe Company» einen Canvas-Schuh mit Gummisohle für den professionellen Basketballsport. Vier Jahre später trat ein gewisser Spieler namens Chuck Taylor dem firmeneigenen Basketball-Club bei und entpuppte sich als wahres Vertriebsgenie. Taylor veranstaltete Basketball-Camps für Jugendliche quer durch die Vereinigten Staaten und brachte nicht nur Sportsgeist, sondern auch massenhaft Sneaker an den Mann.

Ein modifiziertes All-Star-Modell

Es folgte ein massiver Absatzanstieg, was die Firmenleitung dazu bewog, ihren besten Verkäufer als Designer zu zweckentfremden. Unter Chuck Taylors Führung wurde 1923 ein modifiziertes All-Star-Modell vorgestellt, das mit Knöchelpatch und elastischerer Sohle ausgestattet war. Die neuen «Chuck Taylor – All Stars» waren in drei Varianten erhältlich: schwarze Canvas-Ausführung, schwarze Volllederausstattung sowie in weißem Canvas mit blauen und roten Steifen. Letztere avancierten zu Stilikonen der Olympischen Spiele 1936 und begleiteten GIs auf ihren Missionen im darauffolgenden Zweiten Weltkrieg.

1949: Der Klassiker kommt

Die Blaupause eines Paares «All Stars» hat in den Köpfen vieler Menschen einen schwarzen Schaft mit weißen Kontrastnähten sowie weiße Gummikappen und Sohlen. Tatsächlich erhielten Chucks dieses Design erst um 1949 und waren zuvor ausschließlich mit schwarzer Gummierung zu haben. Der frische Look kam bei der aufmüpfigen Nachkriegsjugend glänzend an, sodass der Converse-Marktanteil auf über 80 Prozent in den 1960er Jahren anstieg. Bis heute wurden laut Schätzung des Unternehmens über 800 Millionen Paare des Retro-Sneakers verkauft – ein Ende nicht in Sicht.

Converse All Stars de luxe

Im Laufe ihrer Karriere haben es die All Stars immer wieder geschafft popkulturelle Leitfiguren und kreative Köpfe von  sich zu begeistern. Hierunter fielen auch die Chef-Designer etablierter Luxushäuser, die ein oder gleich mehrere Tänzchen mit den antiautoritären Sneakern wagten. Missoni beispielsweise geht diesen Herbst schon in die achte Runde und stattet die Schuhschäfte mit seinem altbekannten Zick-Zack-Muster aus. Erhältlich ist die sechsteilige Schuhkollektion ab dem 28. August 2014 in ausgewählten Converse-Filialen oder über den Online-Shop. Andere ästhetisch und kommerziell erfolgreiche Kollaborationen der jüngeren Zeit umfassen das Avantgarde-Label Maison Martin Margiela, John Varvatos, Lanvin, Balenciaga und das britische Luxuslabel Hancock.

Dieser Artikel erschien zuerst in unserer Schwester-Publikation «World's Luxury Guide».

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