Immer mehr Frauen verfügen über ein Vermögen in Milliardenhöhe. Zudem wächst die Anzahl der Milliardärinnen derzeit schneller als die Anzahl ihrer männlichen Pendants. Dies zeigt die Studie «The changing faces of billionaires» der Grossbank UBS und des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens PwC.

Laut der Studie stieg im Zeitraum 1995 bis 2014 die Anzahl der Milliardärinnen um den Faktor 6,6, verglichen mit 5,2 bei den Männern. Verantwortlich für diesen rasanten Anstieg seien vor allem Milliardärinnen aus Asien. Dort werden heute 8,3 Mal mehr sehr vermögende Frauen gezählt als noch vor 20 Jahren. Ihre Zahl ist in den letzten zehn Jahren von 3 auf 25 geschnellt. In Europa belief sich der Wachstumsfaktor lediglich auf 2,7 (von 21 auf 57) und in den USA auf 1,7 (von 37 auf 63).

Ein Fünftel der Milliardärinnen aus Asien

Insgesamt knapp ein Fünftel der Milliardärinnen weltweit stammt den Angaben zufolge aus Asien. Sie sind in der Regel jünger als ihre Pendants in anderen Erdteilen. In Europa und in den USA sind dagegen hauptsächlich Milliardärinnen anzutreffen, die ihr Vermögen geerbt haben (93 Prozent in Europa, 81 Prozent in den USA).

Zugleich stehen Milliarärinnen oft an der Spitze von Familienunternehmen. In den USA schafften 57 Prozent aktiv Vermögen, in Europa 63 Prozent und in Asien 96 Prozent. Insgesamt gab es 2014 global 1347 Milliaräre, während es 1995 noch 289 waren.

Vermögen in Gefahr

Der Bericht hebt zudem hervor, wie flüchtig Reichtum sein kann. Mehr als die Hälfte der Milliardäre aus dem Jahr 1995 sind heute nicht mehr in der Gruppe zu finden. So erfasste der Bericht einst 289 Milliardäre. Aus dieser Gruppe bleiben heute nur noch 126. Die anderen sind infolge ihres Todes, der Auflösung ihrer Familie oder des Untergangs ihrer Unternehmen von der Liste gestrichen worden.

Die verbleibenden Milliardäre steigerten ihre Vermögen dafür besonders stark, und zwar von durchschnittlich 2,9 Milliarden auf 11 Milliarden Dollar. Dies ergibt eine Steigerung um den Faktor 3,8 – während das globale BIP nur um den Faktor 2,5 wuchs.

Standhafte Tech-Milliardäre

Zwei Drittel der Vermögen, die heute noch bestehen, wurden in der Konsumgüter-, Einzelhandels-, Technologie- und Finanzdienstleistungsbranche geschaffen. Im Technologiesektor sind die standhaftesten Milliardäre anzutreffen, während Vermögen in Sektoren wie Industrie, Immobilien und Gesundheit weniger dauerhaft sind.

(ccr)

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