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Starcampus 
Wenn Prominente zu Universitätsdozenten werden

Von der Bühne oder dem Boxring auf den Campus: Renommierte Universitäten werben mit prominenten Dozenten wie Wladimir Klitschko oder Tyra Banks um zahlungskräftige Studenten. Ein neuer Trend?

Von Cynthia Castritius
01.09.2016

Dass Stars als Gelehrte gewürdigt werden, ist nicht neu. Vielen verdienten Persönlichkeiten wird – meist im fortgeschrittenen Alter – ein Ehrendoktor verliehen. Es gibt aber noch einen anderen Trend: Berühmtheiten teilen ihr Wissen um den Weg zum Erfolg mit Studenten, indem sie als Uni-Dozenten unterrichten. Bei dem einen oder anderen wird sicher auch ein hübsches Honorar für den Einsatz im Dienste der Wissenschaft fliessen. Über die Höhe der Bezahlung wird allerdings meist Stillschweigen bewahrt.

Prominentes Beispiel in der Schweiz ist Ex-Box-Weltmeister Wladimir Klitschko. Schon sein Kampfname «Dr. Steelhammer» rührt nicht von ungefähr: Der ukrainische Box-Star hat einen Doktortitel in Sportwissenschaft. An der Hochschule St. Gallen aber doziert Klitschko seit diesem Sommer über ein ganz anderes Thema: Um Selbstmanagement geht es in dem Weiterbildungskurs. Klitschko will hierfür seine jahrelange Erfahrung in Selbstoptimierung als Spitzensportler vermitteln. Das Expertenwissen hat seinen Preis: Der Kurs mit 16 Unterrichtstagen kostet 16'000 Franken.

Stars über Wirtschaft und Politik

Jüngst kündigte auch das US-Model Tyra Banks an, dass sie neu als als Dozentin für die Stanford Business School fungiert. Banks gelangte nicht nur als Victoria's Secret Model zu viel Geld und Berühmtheit, sondern hat auch eine erfolgreiche Karriere als Moderatorin und Produzentin der US-amerikanischen Casting-Show «America's next Top Model» vorzuweisen. An der renommierten Standford Wirtschaftshochschule wird das Top-Model als Co-Dozentin ein Seminar darüber halten, wie man sich selbst als Marke aufbaut. Zur Seite stehen soll ihr die ebenfalls erfolgreiche TV-Produzentin Allison Kluger.

Nicht über Selbstvermarktung, sondern über ein ernsthaftes politisches Thema wird Hollywood-Schauspielerin und Menschenrechtsaktivistin Angelina Jolie an der London School of Economics sprechen. Als Uni-Dozentin wird sie ab 2017 die Folgen von Vergewaltigungen im Krieg thematisieren. Gegenüber dem «Evening Standard» erklärte Jolie dazu: «Es ist wichtig, dass wir die Diskussion darüber erweitern, wie wir die Rechte der Frauen verbessern können.»

Welche weiteren Prominente aus Showbiz und Politik unter die Lehrenden gegangen sind, erfahren sie in unserer Bildergalerie oben.

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