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Ausbildung 
Von Medizin bis Physik: Was die SMI-Chefs gelernt haben

Ein Blick in die Vita verrät: Längst nicht jeder SMI-Firmenchef 
hat in ­seinem Fachgebiet studiert. Und zwei 
von zwanzig CEOs haben auf eine Lehre gesetzt.

Von Maren Meyer
2017-01-24

Lehre, Master, Diplom oder Doktortitel: Ein Blick in die Lebensläufe der SMI-Konzern-Chefs verrät, wessen Karriere in einem Hörsaal begann. Doch nicht jeder, der die Karriereleiter bis an die Konzernspitze erklommen hat, kann ein Studium vorweisen: Zwei von zwanzig CEOs haben sich ihre ersten Sporen in einer Lehre verdient.

Jüngster Bankenchef ganz ohne Studium

UBS-Chef Sergio Ermotti absolvierte eine Bankenlehre bei der Cornèr Bank in Lugano. ­Später setzte der Tessiner ein Advanced-Management-Programm an der Universität Oxford obendrauf. Und zählt heute zu den Grossverdienern unter den Schweizer CEOs.

Auch Julius-Bär-CEO Boris Collardi absolvierte eine Ausbildung bei der Credit Suisse und bildete sich am IMD Lausanne weiter – trotz Matura entschied er sich ­gegen ein Hochschulstudium. Und brachte es bereits im Alter von 35 Jahren als jüngster Bankchef der Schweiz weiter als manch ein Studiosus.

Wenig überraschend

In den meisten Fällen erstaunt die Studienwahl in Hinblick auf die heutige Karriere und Branchenzugehörigkeit wenig: Gründer und CEO des Biopharmakonzerns Actelion, Jean-Paul Clozel, studierte Medizin in Frankreich, Syngenta-CEO Erik Fyrwald absolvierte ein Studium zum Chemieingenieur in den USA, und Mario Greco, Chef der Zurich Insurance Group, wählte die Wirtschaftswissenschaften.

Ohnehin erfreuen sich die Lehren der Wirtschaft grosser Beliebtheit unter den Unternehmenschefs der SMI-Konzerne: Insgesamt haben 11 von 20 CEOs ein Wirtschafts- oder ein Wirtschaftsingenieur-Studium absolviert. Darunter Roche-CEO ­Severin Schwan, Swisscom-Chef Urs Schaeppi und Swiss-Life-CEO Patrick Frost, der noch die Natur- und Rechtswissenschaften zu seinen Abschlüssen zählt.

Die Aussreisser

Dann gibt es noch die Ausreisser, jene Konzernchefs, die etwas studiert haben, das mit ihrer Branche wenig bis gar nichts zu tun hat. Swiss-Re-CEO Christian Mumenthaler ist so ein Fall: Molekularbiologie und Biophysik waren seine Wahlfächer an der ETH.

Gilles Andrier, Chef des Aroma- und Duftstoffherstellers Givaudan, kann gleich zwei Masterabschlüsse in Ingenieurwissenschaften vorweisen. Auf den ersten Blick scheint auch das Physikstudium des Geberit-Chefs Christian Buhl im Sanitärgeschäft abwegig. Doch zu wissen, wo hier die physikalischen Kräfte walten, kann sicher nicht schaden. 

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