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Top-Banker verdienen in der Schweiz weiter Millionen

Senior Relationship Manager verdienen in der Schweiz bis zu 320'000 Franken im Jahr.Keystone

Gute Aussichten: Trotz Branchendruck können Top-Vermögensberater für Auslandskunden von Schweizer Privatbanken immer noch Gehälter in Millionenhöhe fordern.

Veröffentlicht 26.02.2015

Top-Vermögensberater für Auslandskunden von Schweizer Privatbanken können immer noch Gehälter in Millionenhöhe fordern, auch wenn der Druck auf die Branche zugenommen hat. Das sagte John Williamson, CEO von EFG International AG in Zürich, im Interview mit Bloomberg News.

«Ein sehr erfolgreicher Client-Relationship-Banker könnte im Millionen-Bereich verdienen», sagte Williamson. «So lange sie profitabel arbeiten, so lange sie die Regeln einhalten, partizipieren sie an der Profitabilität ihres Geschäftsbereichs.»

200'000 Franken bis 320'000 Franken

Üblicherweise verdienen Senior Relationship Manager in der Schweiz 200'000 Franken bis 320'000 Franken im Jahr, zeigt eine Studie der Personalberatung PageGroup aus dem vergangenen Jahr. Die Schweiz ist das weltgrößte Zentrum für Auslandsgelder; es werden rund 2,3 Billionen Dollar für Kunden mit Sitz im Ausland verwaltet.

Einige Banker stehen vor einer ungewissen Zukunft, da ihre Arbeitgeber mit dem Druck auf die Gewinne nach Jahren in einem Niedrigzinsumfeld zu kämpfen haben. Hinzu kommen das internationale Vorgehen gegen Steuerhinterziehung und der plötzliche Anstieg des Franken im Januar. Laut einer Studie von KPMG arbeitet mehr als ein Drittel der Branche unprofitabel. Daher prüfen viele Vermögensverwalter die Möglichkeiten für Kostensenkungen.

«In die Millionärs-Klasse zu kommen ist schwer»

Williamson zufolge gibt es bei EFG ein Vergütungsmodell mit einem Grundgehalt von rund 200.000 Franken bis 250.000 Franken. Hinzu komme ein Anteil von 20 Prozent am Gewinn, den der Banker für seine Firma generiert, sofern der Gewinn 1 Million Franken übersteigt.

«Es gibt nicht viele Kundenbetreuer, die in die Millionärs-Klasse kommen, aber ein sehr erfolgreicher schafft es», so der EFG-CEO.

(bloomberg/ccr)

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