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Sesselwechsel 
Neuer Chef für EFG International

Ab kommendem Jahr führt ein neuer Mann die Geschicke von EFG International. Giorgio Pradelli ersetzt den bisherigen Chef Joachim Straehle. Die Bank setzt damit bei der Nachbesetzung auf Kontinuität.

Die Bank EFG International erhält einen neuen Firmenchef. Anstelle von Joachim Straehle wird Giorgio Pradelli ab 1. Januar 2018 die Geschäfte der fünftgrössten Schweizer Privatbank leiten.

Nach der erfolgreichen Integration der in den 1MBD-Skandal verwickelten Tessiner Bank BSI werde Joachim Straehle per Ende Jahr zurücktreten, wie EFG International am Mittwoch mitteilte.

Rente für Straehle

Straehle stand knapp drei Jahre an der Spitze der Bank und wird nun in den Ruhestand gehen. Der frühere Bank Sarasin-Chef war im Februar 2015 zunächst zum Verwaltungsratspräsidenten der EFG International nominiert worden, wurde kurz darauf aber zum CEO und Nachfolger von John Williamson ernannt, der in den Verwaltungsrat wechselte.

Nach ihm folgt nun Giorgio Pradelli. Er übernahm bereits 2014 die Position des stellvertretenden CEO im Unternehmen. Seit 2012 hat er als CFO den Vorsitz des Finanzbereichs inne. Mit der Person Pradellis gebe es einen natürlichen und bewährten Nachfolger, der eine reibungslose Übernahme gewähren könne, wird Verwaltungsratspräsident Williamson in der Mitteilung zitiert.

Schwierige Aufgaben

Auch in Analystenkreisen zeigt man sich mit dem künftigen Nachfolger zufrieden, auch wenn der Wechsel in der Führungsetage als überraschend eingestuft wird. Laut Baader Helvea-Analyst Tomasz Grzelak garantiere Pradelli Kontinuität. Die nächsten Aufgaben des neuen CEO werden es aber sein, das Abbröckeln der Kundengelder zu stoppen und die Synergie-Ziele zu gewährleisten.

Die EFG hatte im November 2016 die damals fast gleich grosse Tessiner Bank BSI gekauft. Überschattet wurde die Übernahme aber anschliessend von der Verwicklung der BSI in den Geldwäscherei-Skandal um den malaysischen Staatsfonds 1MDB. Es kam in der Folge zu namhaften Vermögensabflüssen aus der BSI.

Nur EFG bleibt

Die Einbindung von weltweit allen BSI-Einheiten sei nun vollständig abgeschlossen, hiess es bereits im Juli. Unter dem Namen «BSI Monaco SAM» ist BSI in Monaco legal und operativ in die EFG Bank (Monaco) S.A. integriert. Das kombinierte Geschäft wird künftig unter dem Namen EFG geführt.

(sda/jfr)

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