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KMU-Verwaltungsräte müssen mit tieferen Löhnen leben

KMU-Verwaltungsräte müssen mit tieferen Löhnen leben
KMU-Verwaltungsräte: Die Gründe für den Rückgang sind vielschichtig.  Pixabay

Wer in einem Verwaltungsrat eines KMU sitzt, erhält für seine Arbeit 2017 deutlich weniger als noch vor drei Jahren. Besonders ein Grund für den Rückgang ist dabei erstaunlich.

Verwaltungsräte in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der Schweiz erhalten dieses Jahr 12 Prozent tiefere Honorare als noch vor drei Jahren. Im Schnitt werden sie für ihr Mandat mit 22'000 Franken bezahlt, 2014 waren es noch 25'000 Franken.

Verwaltungsratspräsidenten erhalten im Durchschnitt 30'700 Franken, 2014 waren es 34'800 Franken. Das zeigt eine Studie des Beratungsunternehmen BDO in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Institut für Klein- und Mittelunternehmen an der Universität St. Gallen, die am Mittwoch veröffentlicht wurde.

Freiwilliges Verzichten

Der Rückgang der Entschädigungen sei vor allem auf geringere oder ausbleibende Erfolgshonorare sowie auf freiwillig geringere Entschädigungen bei Inhabern der betreffenden KMU zurückzuführen, schreibt BDO. Auch eine geringere Entschädigung bei Neubesetzungen von Positionen sowie eine geringere Entschädigung in jungen Unternehmen hätten zum Rückgang der durchschnittlichen Honorare geführt.

Vor allem Verwaltungsratsdelegierte, Vizepräsidenten und Mitglieder von Ausschüssen müssen zweistellige Einbussen hinnehmen. Diese Funktionen waren es allerdings auch, die seit Ende der 1990er-Jahre die Honorare am stärksten gesteigert haben. Die Honorare von Verwaltungsräten waren Ende der 90er-Jahre stark angestiegen, seit 2011 sinken sie jedoch wieder.

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(sda/jfr)

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