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Jobqualität: Auf diese drei Faktoren kommt es an

Büroarbeit: Wer in der Schweiz arbeitet, hat es vergleichsweise gut. Keystone

Für die Gesamtzufriedenheit am Arbeitsplatz spielt die Qualität des Jobs eine wichtige Rolle. Doch was macht überhaupt einen guten Job aus? Eine OECD-Studie nennt drei wesentliche Faktoren.

Von Gabriel Knupfer
30.03.2016

Die meisten Menschen verbringen einen guten Teil ihrer Zeit bei der Arbeit. Die Qualität des Jobs ist deshalb ein wichtiger Faktor für die Gesamtzufriedenheit. Doch was macht überhaupt einen guten Job aus? Und gibt es messbare Kriterien, nach denen sich die Güte der Anstellung bemessen lässt?

Ja, sagt die OECD und präsentiert eine Studie zur Qualität der Arbeitsplätze in den Mitgliedsländern. Dabei werden drei Faktoren analysiert. Dazu gehören: Erstens die Qualität der Löhne, zweitens die Sicherheit des Arbeitsmarktes und drittens das Arbeitsumfeld, welches unter dem Titel der «Arbeitsbelastung» die nicht-ökonomischen Faktoren des Jobs beinhaltet.

Qualität der Löhne

Um die Qualität der Löhne zu bestimmen, mass die OECD nicht nur die Durchschnittslöhne, sondern auch die Lohn-Ungleichheit. Die Schweiz schneidet wenig überraschend in beiden Bereichen gut ab und kommt in der Zusammenrechnung auf den dritten Platz hinter Holland und Luxemburg.

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Sicherheit des Arbeitsmarktes

Die Sicherheit des Arbeitsmarktes bestimmt die OECD einerseits über das Risiko, arbeitslos zu werden und andererseits über die Güte der Arbeitslosenversicherung. Die Schweiz kommt unter den 34 OECD-Mitgliedern auch hier auf den hervorragenden dritten Platz. Besser sind nur Island und Norwegen.

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Arbeitsbelastung

Die schwammigste und am schwierigsten messbare Kategorie der Arbeitsbelastung wird von der OECD als Verhältnis von zeitlichen und anderen Ansprüchen an die Arbeitnehmer und die verfügbaren Ressourcen berechnet. Auch hier ist die Schweiz vorne mit dabei, auch wenn es die Angestellten beispielsweise in Neuseeland noch etwas besser haben.

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Drei Gruppen von Ländern

Zusammen mit Österreich, Australien, Dänemark, Finnland, Deutschland, Luxemburg und Norwegen gehört die Schweiz zu den besten Ländern für Arbeitnehmer, so die OECD. Diese Länder sind in mindestens zwei Kategorien ganz vorne dabei und nirgends unter den schlechtesten zehn zu finden. Doch die Schweiz ist auch unter den Top-Performern noch weit vorne, nur Luxemburg kann über alle drei Kategorien ähnlich stark mithalten.

Eine grosse Gruppe bildet das Mittelfeld. Dazu gehören unter anderem die USA, Frankreich, Grossbritannien, Japan und Korea. In zwei oder drei Kategorien der Jobqualität schwach und in nirgends in der Spitze, zeigen sich Estland, Griechenland, Ungarn, Italien, Polen, Portugal, Spanien, die Slowakei und die Türkei.

Beschäftigung profitiert von Jobqualität

Neben dem guten Abschneiden der Schweiz gibt es eine weitere positive Erkenntnis aus der Studie. So zeigt sich ein klarer Zusammenhang zwischen Jobqualität und Beschäftigungsquote. Die Länder mit hoher Jobqualität haben zumeist eine niedrige Arbeitslosigkeit – zumindest in der OECD. Ein guter Grund, Arbeiter und Angestellte nicht besserzustellen, wird damit schwer zu finden sein.

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