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In Jamaika wäre ihr Chef wohl eine Frau

In islamischen Staaten gibt es am wenigsten Frauen im Management. Doch auch die Industrieländer könnten sich von einer Weltregion eine Scheibe abschneiden.

Von Gabriel Knupfer
09.04.2015

Haben Frauen die gleichen Chancen am Arbeitsplatz wie Männer? Im weltweiten Vergleich lautet ist die Antwort ganz klar Nein. Im Durchschnitt belegen Frauen 30 bis 40 Prozent der Managementpositionen. Das zeigt eine neue Studie des Webportals Expertmarket.

Dabei sind die Unterschiede zwischen den Ländern sehr gross. Während Frauen in vielen islamischen Ländern weniger als zehn Prozent der Führungspositionen in der Wirtschaft einnehmen, gibt es auf der anderen Seite der Welt sogar drei Länder mit mehr weiblichen als männlichen Managern.

Siegerinnen in Lateinamerika und in der Karibik

Alle drei Spitzenreiter liegen in Amerika. Kolumbien und die beiden Karibikstaaten St. Lucia und Jamaika (60 Prozent!) sind laut Studie die einzigen Länder in denen die Frauen tatsächlich die Hosen anhaben. Gute Chancen haben Frauen demnach auch auf den Philippinen, in Panama und – relativ überraschend – in Weissrussland, wo sie jeweils beinahe die Hälfte der Führungskräfte stellen.

In den sogenannten Industriestaaten sind 30 bis 40 Prozent üblich. Das ist der Bereich in dem sich die meisten europäischen Länder und auch die Schweiz bewegen. Gar unter 20 Prozent weibliche Manager stellen die ostasiatischen Wirtschaftsmotoren China (Rang 85), Japan (Rang 96) und Südkorea (Rang 97).

In islamischen Ländern ist die Hürde am höchsten

Die zehn Länder mit den wenigsten Frauen in Spitzenpositionen sind ausnahmslos islamisch geprägt. Selbst in scheinbar modernen Ländern wie Ägypten und Libanon besetzen Frauen nicht einmal jede zehnte Position im Management.

Überraschender sind tatsächlich eher die Spitzenreiter. Dass die Chancengleichheit in den Ländern der Karibik und Lateinamerikas am höchsten ist, hatte so nicht erwartet werden können.

Weitere Resultate der Studie erfahren Sie in der Bildergalerie oben.
 

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