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Hildebrand kassierte 2012 noch 646'000 Franken

Philipp Hildebrand: Ihm wurde eine eine Lohnfortzahlung für zwölf Monate zugesprochen. (Bild: Keystone)

Die Schweizerischen Nationalbank hat Philipp Hildebrand im vergangenen Jahr noch 646'000 Franken gezahlt - obwohl er bereits im Januar zurückgetreten war.

Veröffentlicht 04.04.2013

Philipp Hildebrand hat 2012 eine Vergütung von 646'000 Franken von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) erhalten, obwohl er per 9. Januar als Direktoriumspräsident wegen des Vorwurfs des Insiderhandels zurückgetreten war.

Hildebrand sei nach der Kündigung per Ende Januar eine Lohnfortzahlung für zwölf Monate zugesprochen worden, die aber vorzeitig nach seinem Wechsel zum Vermögensverwalter Blackrock per 1. Oktober beendet wurde, wie ein SNB-Sprecher auf Anfrage zum publizierten Geschäftsbericht erklärte. Für 2011 war Hildebrands Vergütung auf 878'100 Franken beziffert worden.

Der seit 18. April amtierende neue SNB-Präsident Thomas Jordan erhielt 2012 eine Gesamtvergütung von 942'400 Franken. Gestiegen sind bei ihm insbesondere die diversen Vergütungen, worunter auch Dienstaltersgeschenke fallen. Jordan arbeitet seit 1997 für die SNB.

Personalaufwand von 133 Millionen Franken

Auf Anfang 2013 hat die SNB ihr Direktoriumsreglement verschärft. Mitglieder des Direktoriums und ihre Stellvertreter haben weiterhin Anspruch auf eine «Entschädigung für Erwerbsbeschränkungen», denen sie nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses unterliegen. Es besteht aber jetzt für sechs Monate ein Berufsverbot «für alle Arten von Finanzintermediären».

Dementsprechend werde eine Entschädigung in Höhe von sechs Monatslöhnen ausgerichtet, hiess es. Daneben kann der Bankrat bei Nichtwiederwahl oder Abberufung eine Abgangsentschädigung in Höhe von höchstens einem Jahresgehalt ausrichten.

Der gesamte Personalaufwand der SNB stieg vergangenes Jahr um 4,2 Prozent auf 133 Millionen Franken. Ende 2012 beschäftigte die Nationalbank 755 Personen einschliesslich 17 Lehrlinge. Das sind 32 Personen mehr als im Vorjahr. Hauptgrund für die Erhöhung war laut den Angaben der Personalbedarf zur Durchsetzung des Euro-Mindestkurses am Devisenmarkt.

(tno/sda)

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