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«Es braucht einen neuen Rahmen»

Swiss-Life-VR-Präsident Rolf Dörig. (Bild: Keystone)

Das Rentensystem ist in seiner jetzigen Ausführung nicht mehr lange finanzierbar, findet Rolf Dörig. Der VR-Präsident von Swiss Life plädiert daher für eine Flexibilisierung des Eintrittsalters.

Veröffentlicht 04.12.2011

Der Verwaltungsratspräsident des Lebensversicherers Swiss Life, Rolf Dörig, rechnet mit einem künftigen Pensionsalter in der Schweiz erst ab 70 Jahren. Zudem plädiert er für die Flexibilisierung des Rentenalters.

«In zehn Jahren wird ein allgemeiner Ruhestand mit 65 schlicht nicht mehr finanzierbar sein», sagte Dörig im Gespräch mit der «Sonntagszeitung». Die Schweizer müssten daher bis 70 Jahre oder länger arbeiten. Die Sicherung des Rentensystems betrachtet er als Massnahme zur Erhaltung des sozialen Friedens.

«Griechische Verhältnisse»

Ein wichtiger Faktor bei der Finanzierung der Altersvorsoge sei auch die Einwanderung qualifizierter Arbeitskräfte, sagte Dörig. Den Sozialwerken drohten aber «griechische Verhältnisse», wenn das Ruder nicht herumgeworfen werde, warnte der Swiss-Life-Präsident mit Blick auf die Schuldenkrise in der Euro-Zone.

Das Rentensystem der Zukunft werde geprägt von der Weltwirtschaft, sagte Dörig, der auch den Stellenvermittler Adecco präsidiert. Die führenden Wirtschaftsmächte müssten «einen neuen Rahmen» für ein Finanz- und Wirtschaftssystem definieren, und die Banken zu ihrer eigentlichen Rolle im Dienst der Realwirtschaft zurückfinden.

 

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