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Dax-Konzernchefs verdienten im Schnitt 5 Millionen Euro

Dax-Konzernchefs verdienen im Schnitt 5 Millionen Euro
Martin Winterkorn: Der VW-Chef verdiente weniger, aber trotzdem mehr als jeder andere. (Bild: Keystone)

Steigende Gewinne deutscher Grosskonzerne haben sich 2012 nicht in den Geldbörsen ihrer Chefs niedergeschlagen. Am meisten bekam der Chef eines Autoherstellers.

Die Chefs von Konzernen, die im deutschen Leitindex Dax gelisteten sind, haben im vergangenen Jahr inklusive Boni im Schnitt 5,02 Millionen Euro verdient. Das sind 0,5 Prozent weniger als noch 2011. Das geht aus einer veröffentlichten Auswertung der Personalberatung Hostettler, Kramarsch & Partner (HKP) hervor. 

Der Nettogewinn der 30 Unternehmen stieg derweil im Schnitt um 5,1 Prozent. Fast die Hälfte der Saläre besteht aus langfristigen Boni, die nur dann ausgezahlt werden, wenn sich die Erfolge der Konzernmanager auch über die kommenden vier Jahre als nachhaltig herausstellen. Der Festlohn eines Dax-Konzernchefs lag 2012 im Durchschnitt bei 1,28 Millionen Euro.

VW-Chef schwingt obenaus

Spitzenreiter ist wie im Vorjahr Volkswagen-Chef Martin Winterkorn mit insgesamt 12,8 Millionen Euro, der damit deutliche Einbussen hinnehmen muss. Er liegt auch im europäischen Vergleich bisher ganz vorn. Zweiter in der deutschen Rangliste ist Daimler-Chef Dieter Zetsche (8,15 Millionen.) vor Siemens-Chef Peter Löscher (7,84 Millionen).

Am unteren Ende rangiert erneut Commerzbank-Chef Martin Blessing mit 1,31 Millionen Euro, dessen Gehalt in den drei Jahren zuvor auf 500'000 Euro gedeckelt war. Lufthansa-Chef Christoph Franz verdiente 2,12 Millionen Euro.

Tatsächliche Auszahlungen im Fokus

HKP berücksichtigte für die Studie nicht die tatsächlichen – in der Regel von den Unternehmen kommunizierten – Gewährung- und Zielwerte, sondern die tatsächlichen Auszahlungen. «Hinsichtlich der Altersversorgung werden Rückstellungen der Unternehmen oft als Vergütungswert einer Pensionszusage verstanden, wenngleich diese Rückstellungen keinerlei Aussagewert haben», heisst es in der Studie. Der konkrete Vergütungswert einer Altersversorgung müsse dagegen bislang nicht ausgewiesen werden.

Das Beratungsunternehmen Towers Watson war jüngst auf ein durchschnittliches Gehaltsplus von 3 Prozent in der Topetage der deutschen Wirtschaft gekommen. Allerdings lagen damals erst 23 Geschäftsberichte der Dax-Konzerne vor.

(tno/vst/sda)

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