ABB muss sich einen neuen Konzernchef suchen. Der bisherige Leiter Joe Hogan werde das Amt aus privaten Gründen abgeben, teilte ABB mit. Das Datum seines Austretens steht indes noch nicht fest. Er werde die Konzernleitung weiter führen, bis ein Nachfolger ernannt sei; dies im Bestreben, einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.

«Joe Hogan ist ein grossartiger Konzernchef und hat ABB während der schlimmsten Weltwirtschaftskrise der letzten Jahrzehnte erfolgreich geführt», wird in der Mitteilung Verwaltungsratspräsident Hubertus von Grünberg zitiert. «ABB ist heute in einer viel besseren Verfassung als bei seinem Antritt vor fünf Jahren», so Grünberg.

Keine gesundheitliche Gründe

Hogan lässt sich mit den Worten zitieren, dass ihm dieser Entscheid «sehr schwer» gefallen sei. ABB-Sprecher Thomas Schmitt sagte, dass der Trennungsgrund weder ein Zerwürfnis mit dem Verwaltungsrat sei, noch dass es operative Gründe gebe. Auch gesundheitliche Ursachen stünden nicht dahinter, so der Sprecher. Die Suche nach einem Nachfolger sei intern wie extern bereits eingeleitet.

Hogan trat im September 2008 als Konzernchef in die ABB ein. Seit seinem Antritt habe ABB etwa 20 Milliarden Dollar in die Expansion des Unternehmens investiert, heisst es.

(jev/se/awp)

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