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So gut ist Axpo-Präsident Sieber vernetzt

Die Energiekonzerne bauen ihre IT- und Telekom-Kompetenz aus. Der neue Axpo-Präsident Thomas Sieber passt da perfekt. Das sind seine Mitstreiter und Gegner.

Von Philipp Albrecht
05.04.2016

Ein neues Phänomen formt die Schweizer Strombranche. Informatiker und Telekom-Spezialisten übernehmen die Kontrolle. Vor einem Jahr wurde Ex-Swisscom-Chef Jens Alder VR-Präsident beim grössten Stromkonzern Alpiq. Adrian Bult, der bei Swisscom, Avaloq und IBM gross wurde, lenkt den Verwaltungsrat des Netzbetreibers Swissgrid. Und seit drei Wochen führt Thomas Sieber, früherer Chef und Präsident von Orange/Salt, das Kontrollgremium beim Strom­riesen Axpo an.

Smart Grid hilft doppelt

Die Software-Welle im Energiebusiness kommt nicht von ungefähr. Die Stromversorgung wird immer stärker von ­intelligenten Netzen durchzogen. Das Smart Grid hilft gleich doppelt: Es reduziert den Stromverbrauch und hält gleichzeitig die Spannung im Netz. Bei Sieber kommt hinzu, dass er sich beim Internet der Dinge gut auskennt. Der 53-Jährige sitzt im VR des kanadischen Spezialisten Sierra Wireless und sieht «auf jeden Fall Synergien mit der Axpo».

Beherrscht wird die hiesige Energiewelt aber weiterhin von Staudämmen und Atomkraftwerken. Die letzten sechs Monate hat sich Sieber ins Thema eingelesen. Er wird sich stärker als sein Vorgänger Robert Lombardini mit der überlebenswichtigen Frage auseinandersetzen müssen: Wie kann die Axpo bei den historisch tiefen Strompreisen noch Geld verdienen?

Sehen Sie in der Bildergalerie oben, wer die Mitstreiter und die Gegner des neuen Axpo-Präsidenten sind.

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