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Selfmade Woman Falkengren und ihr Machtnetz

Annika Falkengren, langjährige
 Chefin der Grossbank SEB, hat bei Lombard Odier als Partnerin neu angefangen. Der Öffentlichkeit mag sie unbekannt sein, in der hiesigen Bankenszene ist das anders.

Von Holger Alich
2017-06-27

Es ist die wohl bemerkenswerteste Bankenpersonalie des Jahres: Annika Falkengren hat nach 30 Jahren – rund elf Jahre davon als CEO – die schwedische Bank Skandina­viska Enskilda Banken (SEB) verlassen und Anfang Juli ihren neuen Job als einer von sieben Managing Partnern bei Lombard Odier in Genf begonnen. «Mit 55 Jahren habe ich noch einmal Lust auf etwas Neues», begründete die Bankerin, die als eine von wenigen Bank-CEOs die Finanzkrise überlebt hat, ihren Schritt.

Die SEB gehört zum Imperium der schwedischen Industriellenfamilie Wallenberg; Bankpräsident Marcus Wallenberg hatte über die Weihnachtstage 2016 noch versucht, sie mit weiteren VR-Mandaten aus dem Portfolio zum Bleiben zu überreden. Vergeblich.

Falkengren kommt aus dem Grosskundengeschäft, daher kennt sie viele europäische Industriellenfamilien, nicht nur die Wallenbergs. Das macht ihr Profil und ihre Kontakte für eine Privatbank wie Lombard Odier interessant. Dort soll sie sich im Gremium der Partner um das Thema Finanzen kümmern.

Auch wenn die Schwedin in Genf nicht mehr CEO sein wird, lohnt sich der Wechsel dennoch für sie: Bei SEB verdiente sie gut zwei Millionen Franken pro Jahr. Bei Lombard Odier dürfte vermutlich das Zwei- bis Dreifache drin sein.

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