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Georges Kern: Der Uhren-General und sein Machtnetz

Seinen Job gab es noch gar nicht: IWC-CEO Georges Kern wird oberster Uhrenchef im Richemont-Konzern. Und damit einer der mächtigsten Manager der Branche. Das sind seine Verbündeten und Gegner.

Von Pierre-André Schmitt
2016-11-23

Seinen Job gab es noch gar nicht: Georges Kern (51) wird im Richemont-Konzern Head of Watchmaking, Marketing and Digital und spielt somit in der obersten Liga der Uhren­industrie. Kern gebietet neu über Marken wie Piaget (mit CEO Philippe Léopold-Metzger), Vacheron Constantin (Juan-Carlos Torres), Panerai (Angelo Bonati), Baume & Mercier (Alain Zimmermann), Jaeger-LeCoultre (Daniel Riedo), Roger Dubuis (Jean-Marc Pontroué), A. Lange & Söhne 
(Wilhelm Schmid) und IWC (Christoph Grainger-Herr).

Um die Tragweite der Ernennung zu ermessen, muss man wissen, dass Richemont-Präsident Johann Rupert für den abtretenden Konzern-CEO Richard Lepeu keinen Nachfolger ­ernannte. Er führt den Konzern mithin selber und verlässt sich dabei vorab auf Kern und den bisherigen Montblanc-CEO Jérôme Lambert, der Head Operation und Chef aller Marken wird, die nicht zur Sparte Uhren oder Schmuck gehören.

Bisher war es im Konzern so, dass die Maisons, wie man die Marken stilvoll nennt, weitgehende Autonomie genossen – und sich mitunter mit ähnlichen Angeboten auch kannibalisierten. Wer Georges Kern ein bisschen kennt, zweifelt keine Sekunde daran, dass er sehr aktiv eingreifen, die Markenprofile schärfen und gegeneinander abgrenzen wird.

Die Verbündeten und Gegner von Georges Kern sehen Sie in der Bildergalerie oben.

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