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Wein als Wertanlage: Das ist wichtig zu wissen

Wein: Am besten lagert man seine Sammlung im Zolllager.  Sebastian Magnani

Wein als Wertanlage? Expertin Chandra Kurt sagt, welche Weine in Frage kommen, worauf man achten muss und wie man Weine der Spitzenklasse am besten lagert.

Von Pierre-André Schmitt
04.08.2016

Frau Kurt*, soll man Weine als Investitionsobjekte kaufen?
Es gibt eine überschaubare Anzahl von sogenannten Fine Wines, die sehr beliebte Investitionsobjekte sind. 95 Prozent dieser Weine stammen aus den klassischen Weinbauregionen Europas, primär aus dem Bordeaux-Gebiet und dem Burgund. Da die Nachfrage in den letzten zehn Jahren drastisch zugenommen hat, nicht zuletzt wegen der neu entstandenen Märkte in Asien, ist auch die Anzahl an Fälschungen dieser Weine gestiegen sowie ihr Preis. Dennoch sind solche Weine, wenn richtig eingekauft, sehr interessante Investitionsobjekte.

Worauf soll man achten, wenn man Lust auf önologische Preziosen hat?
Dass man mit einem guten, solventen Händler arbeitet, der idealerweise schon länger auf dem Markt ist; dass man die Quelle kennt und weiss, woher die Weine kommen. Im Internet findet man zahlreiche dubiose Angebote.

Wie lagert man Weine der Spitzenklasse am besten?
Das Zolllager ist ein beliebte Adresse. Allerdings sollte man den Platz direkt und nicht via Händler buchen, zumal beim Konkurs des Händlers unklar sein könnte, wem der Wein letztlich gehört. Inzwischen gibt es auch bei verschiedenen Anbietern spezielle gesicherte Keller. Es lohnt sich, die Weine zu versichern - nicht zum Kaufpreis, sondern zum jeweils aktuellen Marktwert.

* Chandra Kurt gilt als eine der besten Weinkennerinnen der Schweiz. Sie hat bis heute über zwei Dutzend Weinbücher publiziert.

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