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US-Basketballer quartieren sich in Rio auf Luxusschiff ein

US-Basketballer quartieren sich in Rio auf Luxusschiff ein
Silver Cloud: Statt Feriengäste beherbergt das Schiff für einige Wochen Superstars.  CC/Flickr

Gold – lautet die Mission der US-Basketballer um Kevin Durant. Damit nichts und niemand dieses Ziel behindert, wohnen die Spieler ganz luxuriös auf einem Kreuzfahrtschiff – mit Spa und Beauty-Salon.

Von Julia Fritsche
2016-08-03

Basketballer Andrew Bogut ist Australier. Und so wohnt er mit seinen Teamkollegen im Olympischen Dorf in Rio, bastelt selbst einen Duschvorhang und lässt sich unter dem Hashtag #IOCLuxuryLodging (siehe unten) über die Unterkunft aus. Ganz anders sähe sein Umfeld aus, wäre er US-Amerikaner.

Superstar Kevin Durant und seine Kollegen aus dem US-Team nämlich logieren standesgemäss auf der «Silver Cloud». Das Luxus-Kreuzfahrtschiff hat am vergangenen Wochenende im Hafen von Rio angedockt. Die 196 Kabinen für maximal 296 Gäste und 222 Besatzungsmitglieder bieten ausreichend Platz für Spieler, Betreuer und Familienmitglieder.

Sicher und wohl fühlen

Ausschlaggebend für die Wahl der Unterkunft sind laut Vertretern von USA Basketball Sicherheitsbedenken in Rio. Allerdings, so Sprecher Craig Miller im April gegenüber der Nachrichtenagentur AP würden die US-Basketballteams schon seit 1992 nicht in den Olympischen Dörfern wohnen. In Athen etwa wohnten die Equipe und ihr Anhang 2004 auf der «Queen Mary 2».

Für die grossgewachsenen Basketballer ist der Komfort ein Grund für den Alleingang. Die Betten in den offiziellen Unterkünften seien schlicht zu kurz für 2-Meter-13-Spieler, so Miller. Auf dem Schiff sollen sich die Frauen und Männer der Basketball-Delegation wohler fühlen.

Für Schönlinge und Spieler ist gesorgt

Entspannung und Unterhaltung dürften dagegen auf der «Silver Cloud» kein Problem sein. Dafür sorgen ein Kartenzimmer, ein Spa, ein Casino, ein Schönheitssalon, eine Zigarren-Lounge und viele weitere Annehmlichkeiten. Fit halten können sich die Sportler unter freiem Himmel im Pool oder im Fitnesscenter mit Panoramaausblick. Normalerweise kostet dieser Luxus für zwei Passagiere im Minimum 13'000 Dollar pro Woche.

Für eine Extraportion Sicherheit und Privatsphäre sorgen eine kugelsichere Abschirmung und 250 Polizisten. Und wie der zuständige Direktor des Hafens Alexandre Gomes zusichert, ankert das Schiff fernab der anderen Kreuzfahrtschiffe. Dem Erfolg der Basketballer steht nichts im Weg.

Hotelschiff mit 4000 Betten

Viel grösser noch als die «Silver Cloud» ist ein zweiter Luxusliner, der im Hafen von Rio anlegen wird. Die «Getaway» mit Platz für 4000 Gäste und 1600 Besatzungsmitglieder ist eines der grössten Kreuzfahrtschiffe der Welt und dient während 40 Tagen als Hotelschiff für die Olympischen Spiele.

90 Prozent der Kapazität ist für die «Olympische Familie» – Sponsoren, Olympische Komitees verschiedener Länder und Gäste des IOCs – bestimmt. Der Rest steht Fans offen, die die Unterkunft im Rahmen eines Pakets buchen.

Normalerweise ist das Kreuzfahrtschiff in der östlichen Karibik unterwegs, doch auch mit Grossanlässen hat das schwimmende Hotel bereits Erfahrung. Als der Super Bowl 2014 in New York stattfand, sorgte die «Getaway» dort für genügend Übernachtungsmöglichkeiten.

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