BILANZ: Herr Hilfiger, wie laufen Ihre Geschäfte in der Schweiz?

Tommy Hilfiger: Prächtig. Die Schweiz ist ein starker Markt. Leider sind Toplocations wie die Boutique an der Zürcher Bahnhofstrasse schwierig zu finden. Wir sind am Suchen.

Sie starteten 1969 mit einem Kapital von 150 Dollar, heute ist Tommy Hilfiger ein weltweit bekanntes Modelabel. Was brachte den Durchbruch?

Ich habe diesen «all american look» kreiert, der sehr casual war und perfekt in die Zeit passte.

Jetzt sind Sie daran, das Label höher zu positionieren?

Jeder globale Brand muss sich entwickeln. Tommy Hilfiger ist heute mehr «sophisticated», denn die Kunden verlangen eine bessere Qualität.

Im Jahr 2005 verkauften Sie Ihr Unternehmen für 1,5 Milliarden Dollar. War es nicht hart, Ihr Lebenswerk aus den Händen zu geben?

Ich bin immer noch ein Teil des Unternehmens. Zudem kann ich mich jetzt ganz den schönen Dingen widmen. Das tägliche Kopfzerbrechen über die Zahlen fehlt mir ganz und gar nicht.

Heute kümmern Sie sich auch um die Charity-Projekte bei Tommy Hilfiger. Warum?

Die Jugend ist unsere Zukunft, und ihr bessere Perspektiven zu ermöglichen, war mir schon immer ein Anliegen. Ich engagiere mich zudem im Kampf gegen Multiple Sklerose, und aktuell haben wir mit der Sängerin Carla Bruni eine Tasche kreiert, von deren Erlös wir 60 Prozent dem Kampf gegen Brustkrebs spenden.

Warum ist Mode so wichtig im Leben von Frauen und auch von Männern?

Das ist ganz einfach: Mode macht, dass die Menschen sich gut fühlen.

Schreiben Sie uns Ihre Meinung zu diesem Artikel.

Anzeige
Anzeige