Auf dem Overall trug er das rote Logo des Stoppuhrspezialisten Heuer. Und am Handgelenk eine Autavia. Denn der aus einfachsten Verhältnissen stammende Freiburger Rennfahrer Jo Siffert war vom technischen Innenleben der Heuer-Uhr begeistert. Die Autavia, so muss man wissen, wurde ab 1969 mit dem legendären Kaliber 11 ausgerüstet – zusammen mit El Primero von Zenith war sie der erste automatische Chronograph der Welt.

Bei der Uhrenfirma war damals Jack Heuer am Drücker. Und er hatte sich entschlossen, Sponsor für Jo Siffert zu werden. Heuer war damit das erste Unternehmen ausserhalb der Automobilindustrie, das Sponsoring in der Formel 1 betrieb. Und Jack Heuer erinnert sich vergnügt daran, wie durchschlagend der Erfolg war: Selbst auf Spielzeugautos wurde der Heuer-Kleber millionenfach appliziert – eine Superwerbung.

Dabei blieb es. TAG Heuer ist seit 1985 Sponsor des McLaren-Mercedes-Teams. Motorsport sei eine «Quelle der permanenten Inspiration und Kreativität», sagt CEO Christophe Babin. Und eine einzigartige Plattform für die Entwicklung neuer Materialien und Technologien sowie deren Bewährung im «Qualitäts-Foltertest».

Den Beweis dafür will TAG Heuer an der Basler Uhrenmesse mit drei neuen Uhren erbringen:

– Die Monaco Chronograph Vintage Limited Edition ist eine limitierte Auflage des Chronographen, der im Film «Le Mans» von Schauspieler Steve McQueen getragen wird. Die Uhr übernimmt die Farben von McQueens Overall, der wiederum auf Jo Sifferts Farben bestanden hatte. Kosten: 3950 Franken.

– Die Carrera Tachymeter Racing (Bild) gehört in die Carrera-Familie. Der Name geht auf die legendäre Carrera Panamericana Mexico zurück. In den siebziger Jahren trug fast jeder Formel-1-Pilot eine Carrera. Das neue Modell kostet 2750 Franken.

– Die TAG Heuer SLR für Mercedes-Benz ist eine Reverenz an die Allianz der Uhrenmarke mit McLaren sowie Mercedes-Benz. Der neue Zeitmesser zum mehr als 600 PS starken Boliden mit Flügeltüren hat als Besonderheit zwei speziell ergonomisch platzierte Drücker. Preis: 4900 Franken.

Der Flirt mit dem Automobilsport hatte für TAG Heuer im Jahr 1911 begonnen, als die Firma den Time of Trip lancierte, einen Bordchronographen für Autos. Später wurde die Marke offizieller Zeitmesser bei Scuderai Ferrari, von 1992 bis 2003 offizieller Zeitmesser der Formel-1-Weltmeisterschaft.

Solche Konstanz bewährt sich. Im Marken-Rating der Uhren wird der Wert der Marke TAG Heuer auf 252 Millionen Franken geschätzt (siehe «Die Krone der Horlogerie» auf Seite 70). Keine andere Uhrenmarke besetze das Thema Automobilsport so konsequent und glaubwürdig, heisst es in der Studie. Damit sei der Marke eine inhaltliche Verbindung gelungen, «die ein stabiles Wachstum schon fast garantiert». PAS

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