Der Waadtländer Jean-Claude Biver, Präsident der Uhrenmarke Hublot, übernimmt am 1. März die Direktion des Uhrenbereichs der französischen Luxusgütergruppe LVMH. «Ich bin hocherfreut, dass Biver zusagte, den Uhrenbereich zu leiten. Seine Erfahrung und seine Leistungen sprechen für sich selbst», erklärte LVMH-Präsident Bernard Arnault in einer Medienmitteilung.

Biver tritt die Nachfolge von Francesco Trapani an, der seine operativen Funktionen an der Spitze der Divisionen Uhren und Schmuck von LVMH am 1. März abgibt.  LVMH bedankte sich für dessen Einsatz über die letzten drei Jahre. Trapani bleibt beratend für den Konzern tätig.

Aufstieg zum kleinen Uhrenkönig

Der gebürtige Luxemburger Biver stieg 1975 bei Audemars Piguet ein. 1979 wechselte er zur damaligen SSIH, wo er bei Omega für das Marketing zuständig war. Prominent wurde er in der Branche, nachdem er die heruntergewirtschaftete Uhrenmarke Blancpain gekauft und zur angesehenen Nobelmarke mit Weltruf umgebaut hatte. Biver verhalf damit nach der Krise wegen der Erfindung der Quarzuhr der mechanischen Schweizer Uhr zum Erfolg.

1992 verkaufte Biver Blancpain an die Swatch Group von Nicolas Hayek. Er wurde bei Hayek Chef der Uhrenmarken Blancpain und Piguet sowie zuständig für das Marketing bei Omega. Danach wurde er 2004 CEO und Mitglied des Verwaltungsrats des kleinen, profilierten Unternehmens Hublot. Seit 2012 war er dort nur noch Verwaltungsratspräsident.

Die Leitung des Schmuckbereichs von LVMH wird zugleich Antonio Belloni übernehmen, wie LVMH in einem Communiqué weiter mitteilte.

(sda/ama/se)

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