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Für Chinas Reiche ist Skifahren das Grösste

China will die Winterspiele: Doch beim Skifahren hat der Boom erst begonnen.   Keystone

Wegen der Bewerbung um die olympischen Winterspiele 2022 boomt in China das Skifahren. Sogar superreiche Techunternehmer gehen inzwischen lieber auf die Piste, als auf den Golfplatz.

Von Gabriel Knupfer
26.03.2015

Was die Sendung «Die chinesischen Skilehrer» im Schweizer Fernsehen schon lange vermuten liess, scheint sich nun auch in Zahlen zu bestätigen. Unter den reichen Chinesen ist ein regelrechter Skiboom ausgebrochen. Nie zuvor haben die chinesischen Skiresorts so viele Gäste empfangen, wie in der abgelaufenen Saison.

So habe sich etwa das Wanda Changbaishan Resort in der nördlichen Provinz Jilin von 150'000 Besuchern im Vorjahr auf 240'000 Gäste in der Saison 2014/2015 gesteigert, berichtet das «Wall Street Journal». Hintergrund des Booms ist vor allem die Bewerbung von Peking für die Winterolympiade 2022.

Erst ein Prozent auf der Piste

Im Moment ist der Spass auf der Skipiste in China noch einer kleinen Elite vorbehalten. Laut dem nationalen Skiverband fahren nur rund zehn Millionen Chinesen Ski. Das sind nicht einmal ein Prozent der Bevölkerung. Doch der Verband hat grosse Ziele und will in den nächsten Jahren bis zu 300 Millionen Einwohner zu Skifahrern machen.

Skifahren scheine Golf als neue Obsession der reichen Chinesen abzulösen, so das «Wall Street Journal». In den letzten Jahren outeten sich gleich mehrere superreiche Techunternehmer als Ski-Enthusiasten. Xiaomi-Gründer Lei Jun ist vom rasanten Sport ebenso angetan, wie Baidu-Gründer Robin Li und Gary Wang, der Erfinder von Tudou.com.

Begründete Angst überwinden

Beim Skifahren gehe es darum, seine Angst zu überwinden und dabei Spass zu haben, erklärt ein Jünger der rasanten Wintersportart. Und tatsächlich wäre die Angst in China nicht ganz unbegründet. Die vielen Neulinge wagen sich zum Teil auf Pisten, die ihr skifahrerisches Können weit übersteigen.

Für Guo Guangchang, den Chef der Fosun Group sind die Gefahren indes kein Problem: «Skifahren mag riskant sein, doch eine Firma zu führen ist noch viel riskanter.»

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