Im Gegensatz zur etwas protzigen Hollywoodvariante ist nämlich äusserst sympathisch, dass die 28-jährige Tennisspielerin am Dienstag in eleganter Zurückhaltung in dem Hochzeitssaal des Palazzo Ca'Farsetti vor die italienische Standesbeamtin trat: In einem ärmellosen, elfenbeinfarbenen und bodenlangen Kleid mit Volant, Gummizug an der Taille, aus 100 Prozent Polyester und für erschwingliche 275 Euro.

Schulterfrei, ein dezenter Schlitz im hochgeschlossenen Ausschnitt, dazu kleine Ohrringe, ein weisses Rosen-Ranunkel-Sträusschen in der Hand und das lange Haar offen – der Stil passt perfekt zu der Sportlerin, die auch privat ähnlich dezente Kleider bevorzugt.

Rolex für beide

Offenbar bestellte Ivanovic – die privat jetzt Schweinsteiger heisst – das «Farall Maxi Dress» des New Yorker Labels Parker ganz bequem in einem Onlineshop, vielleicht zwischen Tennistraining, Wimbledon und Reisen. Inzwischen ist der Maxidress auf der offiziellen Onlineshopseite nicht mehr im Sortiment aufgeführt, in den Onlineshops ist es ebenfalls ausverkauft.

Und Schweinsteiger? Der trug einen dunkelblauen Einreiher (Marke noch nicht gelüftet), Einstecktuch, Sonnenbrille, offenes weisses Hemd – und im Gegensatz zu Clooney keine Krawatte. Einzig die Accessoires des Paares waren purer Luxus: Beide trugen «Matching-Uhren» der Edelmarke Rolex, für jeweils 13’000 Euro.

Traumrobe und Hosenanzug

Kurzer Rückblick in den September 2014: Bei der Hochzeit von Hollywoodstar Clooney und der Menschenrechtsanwältin Alamuddin sorgten vor allem Amals durchtrainierte Beine für Aufsehen, die so manche Profi-Sportlerin in den Schatten stellen.

Für den Gang zum Standesamt wählte Alamuddin einen weissen Hosenanzug von Stella McCartney, danach ein aufregend abstehendes und vorne sehr, sehr kurzes Kleid von Giambattista Valli. Zur kirchlichen Trauung erschien Amal in einer mondänen Traumrobe von Designer Oscar de la Renta, die rund 25’000 Dollar (circa 24'66 Franken) gekostet haben soll.

Kein günstiges Fest

Natürlich ist die Ivanovic-Schweinsteiger-Hochzeit trotz Anas modischer Zurückhaltung nicht billig: Laut einer Schätzung der «Bild»-Zeitung sollen die Feierlichkeiten rund eine Million Euro kosten: Die Hochzeitsgesellschaft wurde per Privatjet eingeflogen, ausserdem soll das Paar das komplette 7-Sterne-Hotel «Aman» für drei Tage gebucht haben. Die grösste Suite in dem Luxusresort kostet fast 5000 Euro pro Nacht.

Dieser Artikel ist zuerst auf unserer Schwester-Publikation «Die Welt» unter dem Titel «So günstig ist Anas Hochzeitskleid – und ausverkauft».

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