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So ernähren Sie sich am klimafreundlichsten

Veganer? Flexitarier? Oder Protein-Junkie? Die Essensgewohnheiten, die Menschen pflegen, sind sehr unterschiedlich - genauso wie der Treibhausgasausstoss des jeweiligen Ernährungsstils. Ein Überblick.

Von Caroline Freigang
Aktualisiert vor 21 Minuten

Vom Veganer über den Lakto-Vegetarier bis zur Paleo-Diät: Die Bandbreite an Essensgewohnheiten, die Menschen pflegen, ist sehr unterschiedlich. Sind Veganer am striktesten mit ihrer «Nichts-vom-Tier»-Regel, laben sich die Freunde der Steinzeitdiät an Steak, Koteletts und Omeletten.

Jede Gruppe steht zu ihren Überzeugungen: Ihre Ernährung sei am besten fürs Tier, für die Gesundheit, fürs Klima. Die Umweltschutzorganisation WWF hat jetzt den Fussabdruck von sieben Ernährungsstilen untersuchen lassen. Die Ergebnisse der Studie vom Ökobilanz-Spezialisten ESU-Services dürften die asketischste Gruppe unter den Diätlern freuen: Demnach ist nämlich der Veganismus am freundlichsten für das Klima.

Klima-Sünder Protein-Junkie

Für die Studie wurde der Treibhausgasausstoss von sieben verschiedenen Ernährungsstilen berechnet und mit dem CO2-Ausstoss von Autos verglichen. Berücksichtigt wurden auch Transport, Vertrieb und Verpackung der Lebensmittel. Die Resultate zeigen klar: Je mehr pflanzliche Produkte man isst, desto besser ist das für das Klima.

Ein Protein-Junkie verursacht demnach im Jahr umgerechnet 2'350 Kilo CO2. Das wären aufs Auto übertragen ein Ausstoss von rund 11'700 Autokilometer. Wenn man berücksichtigt, dass der durchschnittliche Schweizer pro Jahr 10'000 Kilometer mit dem Auto zurücklegt, ist das eine beachtliche Zahl. Der Veganer verursacht hingegen mit 1'124 Kilogramm CO2 knapp die Hälfte, also 5'600 Autokilometer.

Schweizer Konsument is(s)t wenig bewusst

Der Flexitarier, der zwei bis drei Mal pro Woche Fleisch isst, verursacht nur 1'495 Kilo CO2. «Wer seinen Speiseplan mit vegetarischen Gerichten anreichert und Fleisch- und Milchprodukte als etwas Besonderes geniesst, tut der Umwelt viel Gutes», so Christoph Meili, Ökobilanzexperte beim WWF Schweiz.

Am besten ist es laut WWF also, weniger tierische Proteine zu essen – denn sie seien im Schnitt für die Hälfte der ernährungsbedingten Umweltbelastungen verantwortlich. Besser sind pflanzliche Proteine, etwa Linsen, Nüsse, oder Bohnen. Problem sei, dass es vielen Schweizern nicht bewusst ist, dass sie durch den Konsum von Fleisch das Klima belasten, so Meili. Es brauche ein Umdenken. Eine Studie des Bundesamt für Umwelt (BAFU) habe gezeigt, dass die Befragten einen reduzierten Fleischkonsum als am wenigsten wirksam beim Klimaschutz einstuften.

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Die besten Schweizer Köche im Ausland:Daniel Humm verliess mit 14 Jahren Strengelbach, um die Schule gegen eine Kochlehre in Schinznach-Bad einzutauschen. Zehn Jahre später erkochte er den ersten «Michelin»-Stern. 2003 holte ihn der Schweizer Hotelier Paul Zuest nach San Francisco. Drei Jahre später folgte er dem Ruf von Danny Meyer, damals Besitzer des «Eleven Madison Park», nach Manhattan.Bilder: Roderick Aichinger/PR/Jones Gareth/Giovanni Panarotto