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Onlinehandel 
Die teuersten Angebote von Galaxus, Ricardo und Co.

Onlineplattformen sind ein Paradies für Schnäppchenjäger. Das es auch anders geht zeigen teure Produkte bei Ricardo, Galaxus und Co.. Dabei sind in manchen Kategorien Millionenpreise keine Ausnahme.

Von Gabriel Knupfer
2016-05-30

Viele Käufer wollen im Internet vor allem eines – einen möglichst guten Preis erzielen. Allerdings kann man auf Schweizer Internetplattformen auch richtig viel Geld ausgeben. Oldtimer, Schmuck, Luxusuhren und Hightechgeräte aus dem Netz müssen nicht billig sein. In einer Kategorie sind sogar Millionenpreise keine Ausnahme.

Während Verkaufsplattformen wie Galaxus oder Siroop quasi als Onlineableger von Warenhäusern und Geschäften figurieren, ist der Fantasie von Anbietern und Verkäufern bei Auktionshäusern und Kleinanzeigenportalen wie Ricardo, Tutti und Anibis kaum Grenzen gesetzt. Es sind deshalb diese Webseiten, wo die meisten der besonders teuren Produkte zu finden sind.

Nähmaschine und Teleskop

Der Onlineshop Galaxus verkauft von Sport über Wohnen bis hin zu Spielwaren alle möglichen Produkte. Zu den teuersten Angeboten gehört eine Nähmaschine für über 10'000 Franken. Doch abgesehen von einer kompletten Photovoltaik-Anlage sind die teuersten Preise bei Galaxus direkt moderat – verglichen mit den Inserateseiten.

Auch Siroop, der neue Online-Marktplatz von Coop und Swisscom, hat keine ultrateuren Produkte auf der Seite. Ein Teleskop und ein Velo, angeboten von zwei lokalen Spezialgeschäften bei Bern, bewegen sich immerhin in der Preisklasse von mehr als 10'000 Franken.

15 Millionen Franken für eine Fabrik

Ein ganz anderes Bild zeigt sich bei den Internet-Auktionshäusern. Sowohl bei Ricardo als auch bei Tutti und Anibis sind Preise im siebenstelligen Bereich keine Seltenheit. Bilder, Schmuck und Uhren gehören dabei aber nicht dazu – wirklich teuer sind meist Autos und vor allem Immobilien.

Ob aber zum Beispiel wirklich 15 Millionen Franken für eine Fabrik in Polen bezahlt werden, wie in einem Inserat bei Anibis gefordert wird, lässt sich für die Betreiber nicht überprüfen. «Was tatsächlich über Anibis verkauft wird, darüber haben wir keine Angaben, da der Handel dann zwischen Verkäufer und Käufer stattfindet, wir nicht in die Transaktion involviert sind und auch nicht daran verdienen», so eine Sprecherin.

Fantasiepreise und Milliardenumsätze

Klar ist, dass einige Anbieter Fantasiepreise angeschrieben haben. Über 1 Milliarde Franken für «Heizeinsätze für offene Kamine» sind wohl eher als Platzhalter gedacht. Grundsätzlich seien solche Angaben erlaubt, erklärt die Anibis Sprecherin. Manchmal würden die Kunden einfach nicht realisieren, das sie auch «verhandelbar» als Preisangabe wählen könnten.

Klar ist aber auch, dass die Online-Marktplätze riesige Umsätze generieren. Anibis publiziert 900'000 Inserate und verzeichnet monatlich 9,9 Millionen Besuche. Eine Erhebung vor einem Jahr ergab ein Transaktionsvolumen von 3,95 Milliarden Franken im Monat, hochgerechnet auf ein Jahr wären das über 47 Milliarden Franken oder knapp 8 Prozent des Bruttoinlandprodukts.

Sehen Sie mehr Beispiele für Rekordpreise bei Online-Schnäppchen in der Bildergalerie oben.

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