Auf den ersten Blick steht die erfreuliche Entwicklung der Aktienmärkte im Widerspruch zu der sich abschwächenden globalen Konjunktur und den hohen Energie- und Rohstoffpreisen. Gegenüber Festverzinslichen und einigen Immobilienmärkten sind jedoch Aktien nach wie vor attraktiv bewertet. Auch die sehr guten Gewinnausweise für das erste Semester rechtfertigen die Kursentwicklung. Dabei sind regional beachtliche Unterschiede festzustellen. US-Aktien haben sich unterdurchschnittlich entwickelt und bilden in Lokalwährung das Schlusslicht der bedeutenden Regionen. Wir halten an dieser Einschätzung für die zweite Jahreshälfte fest. Wir bevorzugen Asien, die Schwellenländer und europäische Titel.

Ein ähnliches Bild präsentiert sich bei den Festverzinslichen. Die skeptische Einschätzung hat sich nicht verändert. Aus Währungsüberlegungen halten wir unser Engagement in Dollar-Bonds tief. Kurz- und mittelfristige Frankenanleihen, alternative Anlagen, ausgewählte Immobilien und Rohstoffe werden übergewichtet.

Gegenüber dem ersten Semester wurden Value-Fonds reduziert, und auch die klein und mittel kapitalisierten Gesellschaften sind weniger stark vertreten. Neu halten wir eine kleine Private-Equity-Position. Wir hoffen, damit von der Belebung dieses Marktsegmentes profitieren zu können. Bei den Bondfonds halten wir ein leichtes Übergewicht in Unternehmensanleihen mittlerer bis tiefer Bonität.

Rolf Maurer und Gregor Johner sind Partner der Vermögensverwaltung Bevag Better Value

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