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Wie bitte? 
Mall of Switzerland: «Die Touristen sind nicht im Fokus»

Mall of Switzerland: Am 8. November eröffnete das zweitgrösste Shoppingcenter der Schweiz in Ebikon.Quelle: Keystone

«Mall of Switzerland»-Chef Jan Wengeler zum Start des zweitgrössten Shoppingcenters.

Philipp Albrecht
Von Philipp Albrecht
22.12.2017, Aktualisiert am 29.12.2017
«Mall of Switzerland» war der viertmeistgesuchte Begriff der Schweizer auf Google. Zeigt sich das auch in den Besucherzahlen?
Jan Wengeler: Wenn ein so grosses Objekt eröffnet, ist das Interesse natürlich gross. Das freut uns. Wir rechneten mit 150'000 Besuchern an den vier Eröffnungstagen. Es kamen sogar noch etwas mehr.
 
Wie gross ist die Empörung, weil Sie die Kunden wegen der Begrenzung der Öffnungszeiten im Kanton Luzern samstags um 16 Uhr schon wieder auf die Strasse stellen müssen?
Selbstverständlich würden wir und viele unserer Kunden längere Öffnungszeiten wünschen. Es gibt eine ungleiche Behandlung zwischen den Kantonen. In anderen Kantonen darf man bis 18 oder 20 Uhr geöffnet bleiben.
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Bearbeiten Sie jetzt das Luzerner Stimmvolk?
Politik ist ein Dialog. Wir gehen davon aus, dass die Bevölkerung die Situation überdenkt, wenn sie es selber vor Ort sieht. Es ist nicht zeitgemäss, samstags so früh schliessen zu müssen. Es ist ja nicht so, dass dann niemand mehr in der Mall ist. Wir sprechen hier von noch mindestens 3000 Kunden. Wir nehmen unsere Erfahrungswerte als Grundlage, bald wieder etwas anzustossen.
Jan Wengeler ist Center-Manager des am 8. November eröffneten Shoppingcenters Mall of Switzerland in Ebikon LU. Der 39-jährige Deutsche ist beim Immobiliendienstleister CBRE angestellt.
Quelle: Keystone
Wie hoch ist der Anteil Touristen in der Mall?
Das können wir leider nicht messen. Aber die Touristen sind im Moment auch nicht im Fokus.
 
Wie bitte? Sie müssen doch von der Tourismus-Hochburg Luzern profitieren.
Wir schätzen den Anteil als gering ein. Wir werben mit dem Slogan «Diini Mall» und wollen das zweite Wohnzimmer der regionalen Bevölkerung werden. Später könnten wir dann die Zielgruppen erweitern.
 
Sie sind noch immer weit von 100 Prozent Auslastung entfernt. Wie füllen Sie die restlichen Lücken auf?
Derzeit sind 83 Prozent vermietet. Wir haben regelmässig Neueröffnungen, zum Beispiel diesen Monat von Hunkemöller oder Mango.
 
Was kommt noch dazu?
Wir haben noch einige Mieter im Ausbau. Darunter das Eiscafé Dolce Vita, ein Helvetia-Café oder das Restaurant Old Wild West.
 
Das sind ja nur Gastro-Formate.
Wir haben natürlich Kontakt zu anderen potenziellen Mietern, die bis nach der Eröffnung abwarten wollten. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir die restlichen Lücken schnell füllen.
 
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Quelle: Bilanz