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Uhren 
IWC, Breitling & Co.: Uhren gegen die Winterdepression

IWC setzt auf Blau, Breitling hingegen auf Gelb. Die diesmal eher bunten Saisonneuheiten sorgen für eine Spur Glanz und Gloria kurz vor dem Weihnachtsfest.

Von Gisbert L. Brunner und Markus Köchli
am 29.11.2016

Himmelblau ist er nicht mehr gerade, der Schweizer Uhrenhimmel. So ist zum Beispiel die Watch & Wonders, die kleinere Schwester des Genfer Salon International de la Haute Horlogerie (SIHH) in Honkong, im Oktober abgesagt worden. Vielleicht gerade wegen der Flaute in der Branche greift die eine oder andere Marke zur Palette, um für ein bisschen Farbe zu sorgen. Das Festtagsangebot 2016 jedenfalls wird bunter, als es auch schon war.

IWC
Portugieser-Chronograph
Bucherer, der Schweizer Traditionsjuwelier mit Stammhaus in Luzern, übt sich in Blau. Zusammen mit renommierten Partnern aus der Branche entstanden insgesamt 14 Blue Editions. Die Farbe kommt nicht von ungefähr. Sie erinnert an die Hausfarbe des bald 130 Jahre alten Familienunternehmens, natürlich auch an die Farben des Standorts Luzern. Verkauft werden die Uhren nur in den Bucherer-Geschäften.

IWC steuert einen 40,9 Millimeter grossen Portugieser-Chronographen mit speziell gestaltetem ozeanblauem Zifferblatt bei. Sein Gehäuse, dessen Wasserdichte bis 3 Bar Druck reicht, ist aus massivem Rotgold gefertigt. Das darin untergebrachte Automatikwerk nennt das Schaffhauser Traditionsunternehmen 79350. Kenner wissen allerdings, dass es sich um ein gleichermassen bewährtes wie zuverlässiges Valjoux 7750 handelt.

 

Breitling
Chronomat 44 Blacksteel Special Edition Gelb wie die Corporate-Farbe ist auch das Zifferblatt des jüngsten Tickers aus Grenchen. Die Schale und der markante, einseitig verstellbare Glasrand aus satiniertem Edelstahl tragen eine widerstandsfähige schwarze DLC-Beschichtung. Bis zu 20 Bar Druck reicht die Wasserdichte des opulenten Gehäuses mit Schraubkrone und Sichtboden.

Dahinter zeigt sich das selbstverständlich von der offiziellen Schweizer Chronometerkontrolle COSC geprüfte Manufakturkaliber B01. Die 4 Hertz Unruhfrequenz gestatten beim Schaltrad-Chronographen Stoppungen auf die Achtelsekunde genau. Nach Vollaufzug durch den Zentralrotor stehen rund 70 Stunden Gangautonomie zur Verfügung.

 

Chanel
J12 XS Das aktuellste Schmuckstück des französischen Modehauses mit angegliederter Uhren- und Schmuckabteilung kommt minimalistisch daher, der Durchmesser der Miniuhr aus Keramik liegt nur gerade bei 19 Millimetern. Ihr Name: J12 XS, was etwa so viel heisst wie «extra-small and excess». Vier Versionen wird es von der Uhr geben, die sich in ihrem Auftritt anlehnt an die Ideen von Chanel-Chefdesigner Karl Lagerfeld (82). Ein schwarzes (Bild) oder weisses kalbsledernes Armband, das mit einer Manschette verbunden werden kann, ist eine erste Option, die Kombination mit fingerlosen Handschuhen die zweite. Da scheint die Huldigung an Lagerfeld durch, der für seine Liebe zu Handschuhen bekannt ist.

Eine weitere Version ist ein grosses Manschetten-Design, das aus sechs dünnen Lederbändern besteht. Die letzte Variante schliesslich zieren Stickereien von Lesage, die öfter mit Chanel zusammenarbeitet. Handgestickte Verzierungen, welche die Illusion von Alligator-, Python- oder Haihaut vermitteln sollen, begleiten die teuerste Version der kleinen Uhr.

 

 

Baume & Mercier
Clifton Ewiger Kalender Die Richemont-Tochter erweitert die erfolgreiche Clifton-Linie um eine komplizierte Version mit Ewigem Kalender. Das Innenleben der 40 Millimeter grossen und 11,2 Millimeter hohen Rotgold-Armbanduhr besteht aus zwei Ebenen. Vaucher, ein Mitglied der Parmigiani-Gruppe, steuert das lediglich 2,6 Millimeter hohe Automatikkaliber 5401 bei.

Nach Vollaufzug durch den in die Werksebene integrierten Mikrorotor beträgt die Gangautonomie rund 48 Stunden. Der Gangregler oszilliert mit 3 Hertz. Die Kalender-Kadratur bekommen die Käufer normalerweise nicht zu Gesicht. Das Modul 5100 kümmert sich aus technischen Gründen direkt unter dem Zifferblatt um die Indikation von Datum, Wochentag, Monat, Schaltjahreszyklus und Mondphase. Letztere weicht alle drei Jahre einen Tag von der astronomischen Norm ab.

 

 

Rado
Hyperchrome Ultra Light Das Zeug zum Hingucker hat die neue Exklusivität von Rado auf jeden Fall. Auf das Automatikwerk Kaliber A31.L01 weist ein bewegliches Ankersymbol im dunkelgrauen Zifferblatt mit Super-Luminova-Indizes hin. Exklusiv für Rado fertigt ETA die Brücken aus schwarz eloxiertem Aluminium. Schwarz präsentiert sich auch der Rotor.

Ultraleichte Siliziumnitrid-(Si3N4-) Hightech-Keramik verwendet das auf Kratzfestigkeit spezialisierte Swatch-Group-Mitglied für das bis 10 Bar wasserdichte Monobloc-Gehäuse (Durchmesser 43 Millimeter). Aus Titan bestehen die Inlays sowie die Krone. Eine Bodengravur weist darauf hin, dass es nur 300 Exemplare dieser Uhr geben wird.

 

 

Girard-Perregaux
Cat's Eye An das zarte Geschlecht wendet sich GP mit einem neuen Modell aus der 2004 lancierten Linie Katzenauge. Für die Tag-Nacht-Anzeige rotiert hinter dem Zifferblatt aus schimmerndem Aventurin eine Scheibe aus massivem, 22-karätigem Roségold. Uhrmacherisch steht sie in Verbindung mit dem Zeigerwerk. Konzentrisch zur Kleinen Sekunde dreht sie sich jedoch nur einmal innerhalb von 24 Stunden.

Tagsüber zeigt sich im Fenster eine Sonne, nachts logischerweise der Mond. Den Zeittakt liefert das Manufakturkaliber GP03300-0090. Die Uhrmacher montieren es aus 218 Komponenten. Umfangen wird das 4,8 Millimeter hohe Automatikwerk von einem Roségold-Gehäuse in den Dimensionen 35,44 mal 30,44 Millimeter. In seinen Glasrand sind spektakulär 62 Brillanten gefasst.

 

Oris
Divers Sixty-Five Retro-Look passt gleichermassen gut an feminine wie maskuline Handgelenke. Vor allem dann, wenn das Gehäuse im Durchmesser nicht mehr misst als 42 Millimeter. Genau das ist bei der Divers Sixty-Five gegeben. Das Vorbild für die nostalgisch anmutende Taucheruhr stammt aus dem Jahr 1965. Die Oris-Designer in Hölstein BL haben ihm eine behutsame Evolution angedeihen lassen.

Erhalten blieben schöne Details wie die schlanke Gehäuseform, die schmale Lünette mit 60-Minuten-Skala sowie die trapezförmige Datumsanzeige. Die Wasserdichte reicht bis zu 10 Bar Druck. Besonders augenfällig ist das tiefseegrüne Zifferblatt. Mit Super-Luminova ausgefüllt sind die Stundenindizes, Zeiger sowie die Nullpunktmarkierung auf dem einseitig verstellbaren Glasrand.

 

Zenith
Heritage Cronometro Tipo CP-2 Zu den chronographischen Legenden von Zenith gehört der in den späten 1950er-Jahren vorgestellte Cronometro Tipo CP-2. Diesen Cronometro da Polso nutzten Piloten der Aeronautica Militare Italiana sowie die Marina Militare. Als Importeur fungierte damals der römische Militärzulieferer und Zenith-Agent A. Cairelli. Bereits während der Baselworld 2016 war unter der Hand eine Re-Edition mit der Bezeichnung Heritage Cronometro Tipo CP-2 zu sehen. 

Von diesem Chronographen bringt Zenith insgesamt 1000 Stück auf den Markt. Das Stahlgehäuse mit 43 Millimetern Durchmesser schützt das Automatikkaliber 4069 El Primero mit 5 Hertz Unruhfrequenz und 50 Stunden Gangautonomie bis zu 10 Bar Wasserdruck. Stilgerecht wurde auf ein Fensterdatum verzichtet.

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