Cartier, die französische Schmuck- und Uhrenikone mit starkem Schweizer Bezug (Manufaktur in La Chaux-de-Fonds), präsentiert an der Genfer Einkäufermesse die skelettierte und deshalb von beiden Seiten ein- und durchsehbare Grande Complication Squelette. Die umsatzstärkste Tochter aus dem Richemont-Konzern beweist, dass die althergebrachte Taschenuhr noch immer Zukunft besitzt. Nicht in grosser Auflage allerdings und kaum für den Alltagsgebrauch, sondern klein, fein – und teuer. Angesprochen werden soll als Käufer der Mann und Sammler, der schon alles hat und der bereit ist, für das «Skelett» tief ins Portemonnaie zu greifen (660000 Franken). Das uhrmacherische Meisterwerk aus 457 Einzelteilen wird in einer limitierten Auflage von zehn Stück gebaut (fünf Uhren in Weissgold, fünf in Weissgold mit Diamantenbesatz). Allein an den römischen Zahlen des Zifferblattes wird mehr als 200 Stunden gefeilt und poliert.

Die 59 Millimeter Durchmesser vereinen die drei schönsten Komplikationen, nämlich ein Tourbillon mit der charakteristischen C(artier)-förmigen Brücke, ­einen Ewigen Kalender und einen Eindrücker-Chronographen. Als Motor dient das Manufakturkaliber 9436 MC mit einer Gangreserve von acht Tagen, dessen faszinierende Funktionsweise von beiden Seiten der Uhr einsehbar ist. Zur Grand Complication wird zudem ein Tischständer geliefert. (mk)

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