Firmenchef Louis Cartier liess sich fürs Design von den ersten Panzern und deren Raupen aus dem Hause Renault inspirieren. Der Prototyp der Armbanduhr soll General John Pershing, dem Leiter des damaligen amerikanischen Expeditionskorps, präsentiert worden sein. So jedenfalls wollen es die Geschichtsschreiber Cartiers wissen. Seit der stark vom Ersten Weltkrieg beeinflussten Premiere sind 20 verschiedene Tanks auf den Markt gekommen, immer stark charakterisiert durch nationale Ausprägungen.

So gab es schon sehr früh eine Chinoise (1922), wesentlich später dann eine Americaine (1989) und eine Française (1996). Diese Unisex-Uhren ­bilden – ausgehend von ihrem zeitlosen Design, einer ausgeprägten Schlichtheit und authentischer Eleganz – längst eine Familie und sie sind für die Uhrensparte Cartiers mit ihren Manufakturen in der Schweiz ein wichtiges Standbein. Als neustes Modell lanciert die umsatzstärkste Tochter aus dem Richemont-Konzern in diesen Wochen die Tank Anglaise. Die englische Ausgabe lehnt sich zwar an die klassische Viereckform an. Sie zeichnet sich aber durch eine bulligere Form und eine besondere Kronenkonstruktion aus. Die Krone sitzt auf einem kantigen Rad, das aus der Gehäuseflanke ragt. Erst wenn die Krone mit Fingerspitzengefühl gezogen wird, lässt sich das Rad zum Zeigerstellen drehen. Neben Varianten in Rot- und Gelbgold stehen drei verschiedene Grössen (30,2 × 22,9, 39,2 × 29,8 und 47,0 × 26,2 mm) der Anglaise zur Wahl. (mk)

Die Preispalette der Cartier Tank Anglaise bewegt sich zwischen 19000 und 60000 Franken.

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