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Crowdfunding  
Schweizer Plattform digitalisiert Sport-­Sponsoring und expandiert

Rudern
90 Prozent der Projekte erreichen wie die Ruderer ihr Finanzierungsziel.Quelle: Maddie Meyer /Getty Images

Über die Schweizer Crowdfunding-Plattform «I believe in you» wurden in den vergangenen Jahren in mehr als 1000 Projekten 7,5 Millionen Franken investiert. Jetzt versuchen die Macher den Erfolg im Ausland zu wiederholen.

Erich Gerbl
Von Erich Gerbl
02.12.2017
Vier junge Sportler wollen im Dezember als erste Schweizer den Atlantik per Ruderboot überqueren. Die 30´000 Franken, die zur Realisierung dieses abenteuerlichen Vorhabens notwendig sind, haben sie über die Online-Plattform «I believe in you» beschafft.
 
Die Ruderer sind eines von mehr als 1000 Projekten, in die in den vergangenen Jahren 7,5 Millionen Franken investiert wurden. Geldgeber sind über 50´000 Privatpersonen und Sponsoren wie Postfinance oder Aldi Suisse, die über die Plattform eine neue, digitalisierte Form des Sponsorings betreiben.

Projekte im Umfang von 3,3 Millionen Franken

Allein 2017 werden voraussichtlich Projekte im Umfang von 3,3 Millionen Franken finanziert. 2018 ist ein 40-prozentiges Wachstum geplant. Knapp 90 Prozent der eingereichten Projekte erreichen ihr Finanzierungsziel. «Im Crowdfunding für Sport sind wir die erfolgreichste Plattform weltweit», sagt der ehemalige Spitzenkanute Mike Kurt, einer der Gründer.
 
Jetzt versuchen die «I believe in you»-Macher den Erfolg im Ausland zu wiederholen. In Österreich und Norwegen ist die Plattform bereits seit 2014 bzw. 2016 aktiv. 2018 nehmen die Sportler mit Deutschland und Grossbritannien grössere Märkte ins Visier. Die Vorbereitungen laufen. «In Deutschland ist die Übernahme einer existierenden Plattform eine Option», sagt Kurt.
 
Auch in Schweden und Dänemark wird der Markteintritt vorbereitet. Für die Expansion ins Ausland braucht es Sportler. Wie in der Schweiz sind diese für die Glaubwürdigkeit ausschlaggebend. «Würde ‹I believe in you› von HSG-Abgängern und nicht Sportlern betrieben, wäre die Plattform wohl bei weitem nicht so erfolgreich», sagt Kurt. 
 
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