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Wellness 
Im Private Spa verweilen und es sich gut gehen lassen

«Limmathof» in der Bäderstadt Baden: Kälteraum im «Novum Spa».

Die Thermalquellen gelten als die mineralienreichsten der Schweiz.Das lokale Hotel Limmathof überzeugt mit «Private Spa»-Suiten und Badewasser aus eigenen Quellen.

Veröffentlicht 06.04.2016

Lorenz Diebold sagt: «Nein, als Hotspot für Shopping- und Party-Weekends können wir uns in Baden nicht positionieren.» Zu ruhig sei es in der zwar wunderschönen, aber kleinen Altstadt. Seit letztem ­August führt er den «Limmathof» und ist mit 32 Jahren einer der jüngsten Schweizer­ Hoteldirektoren. Sein Ehrgeiz ist trotz den schweren Rahmen­bedingungen riesig, das Haus mit Wellness künftig über Baden hinaus bekannter und für ein Publikum von Zürich bis Bern und ­Basel bis Luzern interessanter zu machen.

Die Argumente dafür muss Diebold nicht lange suchen. «Wir sind eine absolute Top-Adresse für Entspannung, Erholung und Gesundheit auf richtig hohem ­Niveau.» Plus: «Wir haben ein tolles Kasino um die Ecke und können es punkto Qualität und Glamour mit fast jedem Grossstadthotel aufnehmen.»

Individuell buchbare Räume

Herzstück des 1834 erbauten und vor fünf Jahren mit einem modernen Neubau erweiterten Hotels sind seine Thermalbäder. Das «Novum Spa» im alten Gebäude ist gegenwärtig das einzige öffentlich zugängliche Thermalbad der Bäderstadt Baden. Im Neubau, der am anderen Ufer der Limmat in Ennetbaden erstellt wurde, hat sich der Mehrheitseigentümer Werner Eglin einen lang gehegten Traum von individuell buchbaren Räumen erfüllt.

Gäste können in den edel eingerichteten «Private Spa»-­Suiten mit eigenem Whirlpool, eigener Sauna und Ruheoase in Gruppen bis vier Personen verweilen und es sich im vertrauten Ambiente gut gehen lassen. «Das Angebot wird von Firmen, Wochenendaufenthaltern wie auch der lokalen Laufkundschaft gleichermassen geschätzt», so Diebold.

Eigenes Quellwasser

Um die erholungsuchenden Gäste­ stets mit frischem Badewasser versorgen zu können, funktioniert der «Limmathof» wie ein kleines Kraftwerk. Via betriebseigene Pumpanlage zapft das Hotel Tag für Tag 72'000 Liter Thermal­wasser aus dem Erdreich und befördert es direkt in seine Spa-Bereiche. Zuvor wird das Wasser, das aus Tiefen bis 3'000 Meter unter dem Boden an die Oberfläche quillt, von etwa 47 auf die perfekte Badetemperatur von exakt 36 Grad runtergekühlt. Neben der Entspannung durch Wärme wird auch die Durchblutung der Besucher angeregt. Dafür sorgt beim Badener Quellwasser der hohe Gehalt an Mineralien wie Eisen, Fluor, Jod, ­Kalium, Calcium,­ Magnesium und vielen mehr.

Die Anwerbung neuer Gästegruppen hat sich Diebold zuoberst auf die Fahne geschrieben. Die 20 Zimmer werden heute zu drei Vierteln von ­Geschäftsreisenden belegt. «Lokale Unternehmen und Organisationen sind für uns wichtige Umsatzbringer», sagt der junge Hoteldirektor, der sich zurzeit intensiv um mehr Ferienreisende bemüht. Die Kreierung von ­attraktiven Weekend-Pauschalen mit vergünstigten Eintritten in den «Private Spa», Gratiszugang zum Kasino und weiteren Extras erzielen ihre Wirkung. «Die Zahl der Übernachtungsgäste von Zürich und Umgebung – in erster Linie Paare – hat zugenommen.»

Exklusive Badeerlebnisse

Vor allem die exklusiven Bade­erlebnisse, die der «Limmathof» zu bieten hat, sprechen sich offenbar ­herum. Viele Gäste lassen sich vom hohen Standard der modernen Zimmer im neuen Hotelteil positiv überraschen und bleiben deshalb eher über Nacht. «Eine Investition in zusätzliche Zimmer im alten Hotelteil könnte ­mittelfristig realisiert werden», so Diebold. Auch für die wichtige lokale Kundschaft hat der «Limmathof» spezielle Angebote kreiert und verkauft zum Beispiel tarifreduzierte Abos für Thermalbadeintritte oder Massagen. «Die Badener sollen ihre reichhaltige Bädertradition wieder stärker entdecken und intensiver leben», so Diebold, der selbst vor Ort aufgewachsen ist.

Die für 2018 geplante Eröffnung ­eines grossen Thermalbads von Mario Botta, einen Steinwurf vom «Limmat­hof» entfernt, macht ihn nicht nervös. «Konkurrenz belebt das Geschäft und bringt mehr Menschen nach Baden, was auch für uns nur gut sein kann.»

Preise für den «Limmathof»

Novum Spa (alter Hotelteil) Einzel­eintritt 45 Franken, Halbjahresbade­karte 540 Franken oder Jahresbadekarte 900 Franken.
Private Spa (neuer Hotelteil) ab 280 Franken für 120 ­Minuten; täglich von 10 bis 22 Uhr.
Übernachtung ab 240 Franken im Doppelzimmer samt Frühstück, Eintritt ­ins «Novum Spa» und weiteren Annehmlichkeiten.

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