St. Regis, Westin, W, Marriott, Ritz-Carlton – diese Edelhotelketten und noch viele mehr gehören zum neuen Marriott Bonvoy Programm, das aus einem Zusammenschluss von Starwood Preferred Guest (SPG) und Marriott beziehungsweise Ritz-Carlton Rewards hervorgegangen ist. Bereits Ende 2016 wurde die Übernahme von Starwood durch Marriott finalisiert. Doch dann dauerte es eine gefühlte Ewigkeiten, bis die Programme im August 2018 schliesslich zusammengelegt wurden und seit dem 13. Februar 2019 unter dem neuen Namen Marriott Bonvoy firmieren. Leider gibt es bis heute noch einige Probleme, sodass viele Kunden die letzten Jahre meist frustriert waren.

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Günstige Freinächte

Doch als ein Entgegenkommen für die Probleme gibt es noch bis heute – und heute ist der letzte Tag, daher auch diese Kolumne – eine Besonderheit bei der Einlösung von Punkten für Hotelnächte. So kann man nur noch heute, am 4. März 2019, seine Punkte selbst für die teuersten Properties im neuen Marriott-Verbund zum Preis von 60.000 Punkten einlösen.

Um das ins Verhältnis zu setzen: Das wohl als schönstes Wüstenresort weltweit geltende Al Maha Desert Resort vor den Toren Dubais kostete früher zu SPG-Zeiten je nach Saison teilweise bis zu 140.000 SPG-Punkte. Im neuen Marriott-System wurde 1 SPG-Punkt in 3 Marriott-Punkte umgewandelt. Das heisst, der neue Preis hätte eigentlich bis zu 420.000 Punkte sein müssen. Es sind aber nur 60.000 geworden, also 86 Prozent weniger.

Meilenkoenig

*Alexander Koenig ist Gründer der Vielfliegerberatung First Class & More. Seit mehr als 15 Jahren hilft er seinen Kunden Business Class und First Class zum halben Preis zu fliegen, einen Top-Vielfliegerstatus zu erhalten und das Maximum aus ihren Meilen herauszuholen. In seiner Kolumne «Meilenkoenig» teilt er seine Expertise regelmässig auf www.bilanz.ch mit den Lesern.

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Alexander Koenig

Alexander Koenig

Quelle: ZVG

Das Al Maha Resort kostet regulär etwa 1.600 Euro die Nacht. Selbst wenn man Prämiennächte bucht, sind Vollpension und bis zu zwei Aktivitäten wie Wüstensafari oder Kameltour inkludiert. Kein Wunder, dass viele Top-Kunden trotz der zahlreichen Probleme bei Laune gehalten wurden, denn es gibt auch viele weitere Properties wie zum Beispiel die St.-Regis-Hotels auf den Malediven, auf Bora Bora, in Florenz, in New York, in Rom, das W auf den Malediven oder auf Koh Samui, das Danieli oder Gritti Palace in Venedig und viele mehr, die regulär gebucht sehr teuer sind und bei denen man nur noch heute, am 4. März, für nur 60.000 Punkte Freinächte buchen kann.

Änderungen zum 5. März

Ab morgen, 5. März, geht der Preis auf 85.000 Punkte hoch und je nachdem, wann das neue Peak- und Off-peak-Pricing eingeführt wird, also die Unterscheidung zwischen Haupt- und Nebensaison, wird man für die Tophotels in der Regel Preise von 100.000 Punkten sehen. Die folgende Tabelle zeigt die aktuelle Prämientabelle (weiss) sowie die zwei Elemente, die auf den 5. März (blau) beziehungsweise in der Zeit danach (gelb) frei geschaltet werden. Zusätzlich werden viele weitere Hotels auch in den darunterliegenden Kategorien umgestuft, darunter leider sehr oft diejenigen, bei denen sich die Punkteeinlösung bisher am meisten gelohnt hatte.

Bonusprogramme Hotels Einsparungen
Quelle: ZVG

Fazit: Viele Leser werden einige Marriott-Bonvoy-Punkte haben, denn das Programm hat das in Summe umfassendste Portfolio für Fünf-Sterne-Liebhaber. Gehen Sie daher noch heute auf die folgende Marriott-Seite und sehen Sie sich an, welche Änderungen sich ergeben. Dabei können Sie die Spalte «Current Award Category» so sortieren, dass sie mit der Kategorie 8 beginnt und Sie auf einen Blick die Tophotels und Resorts sehen, die ab morgen deutlich teurer werden. Dann heisst die Devise: Noch heute so viel wie möglich buchen – stornieren kann man immer noch, doch die günstigen Preise wird es wohl nie wieder geben.