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Auch in Asien heben jetzt die Billigflieger ab

Die asiatischen Pendants zu europäischen Billig-Airlines sind V-Air, Air Asia, Scoot und Tigerair. Mit greller Bemalung und tiefen Preisen mischen sie den asiatischen Flugmarkt auf.

Von Martin Aldrovandi (Asienspiegel)
12.11.2014

Dieser Markt soll in Zukunft noch weiter wachsen, schreibt die taiwanische Nachrichtenagentur CNA. Während die Billigflieger in Südostasien bereits seit einigen Jahren operieren, zieht nun auch der Nordosten des Kontinents nach.

Insbesondere in Taiwan: Mit V-Air und Tigerair steigen derzeit gleich zwei neue Billig-Anbieter in das Fluggeschäft ein. Für umgerechnet 25 Euro transportiert Tigerair Passagiere von Taipeh nach Singapur – mit der beschränkten Anzahl an Tiefstpreistickets wirbt die Airline für ihr neues Angebot. Das Unternehmen ist ein Joint Venture zwischen der Singapurer Tigerair und Taiwans etablierter Fluggesellschaft China Airlines.

Wachsender Billigmarkt

Bis Ende Jahr will auch V-Air ihren Betrieb aufnehmen, sie gehört wiederum der kleineren taiwanischen Fluggesellschaft TransAsia Airways. Tiger und V-Air sind die zwei jüngsten Billigflieger in Asien, die neben den bereits bestehenden Low-Cost-Carriern wie Vanilla Air, Jetsar, Scoot oder AirAsia um preisbewusste Kunden buhlen.

Derzeit machen die Billigflieger in Nordostasien gerade mal acht Prozent des Marktes aus, zitiert Taiwans Nachrichtenagentur CNA den Flugzeughersteller Boeing. Mit der zunehmenden Liberalisierung des Flugmarktes würden auch die Low-Cost-Flüge in Nordostasien zunehmen. Weltweit sollen die Billigflüge im Durchschnitt bereits 30 Prozent des Flugmarktes ausmachen. Der nordostasiatische Markt hat mit der Billigfliegerei relativ spät begonnen (Asienspiegel berichtete).

Deregulierung hilft Billigflügen

Ende 2011 unterzeichneten Taipeh und Tokio ein Open-Sky-Abkommen, seither dürfen die Airlines beider Länder eine unbeschränkte Anzahl Flüge zwischen Taiwan und Japan anbieten – mit Ausnahme der japanischen Hauptstadt Tokio, so ETToday. Davon profitieren gemäss Boeing vor allem auch die Billiganbieter, die auf kurze Strecken spezialisiert sind. So sind von Taiwan aus die meisten japanischen Ziele innerhalb weniger Stunden zu erreichen.

Mit dem Open-Sky-Abkommen erhielten japanische und taiwanische Fluggesellschaften zudem die sogenannte fünfte Luftfreiheit. Mit dieser dürfen sie auch Passagiere im Zielland aufnehmen und in ein Drittland weiter transportieren.

Dieser Artikel erschien zuerst auf asienspiegel.ch - News aus Japan, China und Korea.

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