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Hotels 
Die besten Herbergen der Schweiz und der Welt

Bestes Stadthotel der Schweiz: The Dolder Grand, Zürich

Was heute für die Gäste zählt, sind Hotels, die ­eine Geschichte erzählen, lokalen Groove haben und authentische ­Erlebnisse bieten. Die besten Hotels in der Schweiz und auf der Welt rücken diese Aspe

Von Claus Schweitzer
26.07.2011

Zeigen Sie mir den Doorman, und ich sage Ihnen, wie der Hotel­besitzer und das Management ticken», sagt Gordon Campbell Gray. Der Philosoph unter den englischen Hoteliers trifft damit ins Schwarze. Denn bei der Beurteilung eines Hotels geht es letzten Endes immer um die Mitarbeiter. Ein gutes, glückliches Hotelteam toppt jeden Stararchitekten, jedes Glamourrestaurant und jedes Mega-Spa. Dass Multimillionen-Investitionen maximale Servicequalität nicht ausschliessen, beweist das Dolder Grand – die neue Nummer eins unter den Schweizer Stadthotels.

Hotelbesitzer Urs E. Schwarzenbach und Direktor Thomas Schmid werten die Unternehmenskultur und nachhaltig ­zufriedene Gäste spürbar höher als das schnelle Geld. Der Luxus im «Dolder» ­besteht vor allem darin, dass die Hotel­crew stark darauf sensibilisiert ist, sich in den einzelnen Gast hineinzudenken, statt immer nur von sich selbst auszugehen. Dass die Mitarbeiter individuelle und ­intuitive Gastfreundschaft statt abgehobenen Service bieten, merkt man selbst beim Lehrling an der Réception. Dieser kann sich an die Namen der Gäste nicht nur während ihres Hotelaufenthalts erinnern, sondern auch dann, wenn sie zwei Wochen später wiederkommen.

Globale A-Liga

Selbst wenn sich die ­Genialität des «Dolder Grand» manchem Gast erst nach dem zweiten oder dritten Besuch so richtig offenbart: Das Haus ist auch im globalen Kontext ein Vorzeigebeispiel, wie man ein klassisches Stadthotel neu erfinden und zum City-Resort mit multidimensionaler Angebotsfülle für Business und Freizeit umgestalten kann. Vergessen ist das Eröffnungsjahr 2008, als die schlingernden Aktienkurse zu leeren Betten und Hallen führten, Kinderkrankheiten behoben werden mussten und manche einheimischen Kleingeister gehässige Kommentare verbreiteten, weil sie mit dem grossen Wurf nicht umgehen konnten und die dem Hotel eigene Coolness mit vereisten ­Gefühlen verwechselten.

Während die Zimmer im historischen Hauptgebäude einen unverwechselbar lokalen Touch haben, führen diejenigen in den beiden modernen Gebäude­flügeln vor, wie spannend gut gekühlte Noblesse sein kann. Hochwertige Materialien. Fantastische Bäder. Frische Blumen. Kunst, die etwas taugt und richtig hängt. Die ohnehin schon bemerkenswerte Kunstsammlung in den öffentlichen Bereichen wurde unlängst durch zwei Dutzend erstklassige Skulpturen – von Henry Moore über Fernando Botero bis Keith Haring – erweitert. Das Spa mit Café und Bibliothek erfreut mit hochprofessionellen Therapeuten, das Gourmetrestaurant strahlt mit zwei «Michelin»-Sternen, die Bar swingt mit verlässlich gutem Jazz, und vor der Tür locken Golfplatz, frische Luft und kostenlose Mountainbikes. Es gibt so viel zu tun, dass das «Dolder Grand» eine Destination für sich ist.

Relaxte Parallelwelt

Ein City-Resort ganz anderer Art ist das zweitplatzierte La ­Réserve in Genf. Es trifft die Erwartungen zeitgeistiger Weltbürger so stilsicher wie kaum ein anderes Stadthotel und zeigt exemplarisch eine Tendenz auf, die in der Branche als «Bleisure» (Business und Leisure) bezeichnet wird. Früher kam der Gast mit Anzug und Krawatte an, wollte ein komfortables Zimmer und einen ordentlichen Sitzungsraum, der heutige Gast kommt in Jeans und will im Hotel etwas erleben. Meetings hält er am liebsten informell in Lounges ab, als ­Arbeitsplatz dient die Lobby oder eine gemütliche Rückzugsnische in öffentlichen Hotelräumen. Nach Feierabend ist das hybride Hotel dann Treffpunkt und Türöffner für die lokale Szene.

Das «Réserve» war dem Bleisure-Trend um Jahre voraus und setzt das ­besondere Fluidum von entspannter Inspiration und lässigem Luxus so überzeugend um, dass es sich souverän gegen die starke Konkurrenz am Genfersee – insbesondere gegen die beiden klassischen Traumpaläste Fairmont Le Montreux Palace (3) und Beau-Rivage Palace (4) – behaupten kann.

Deutlich verbessern konnten sich das Trois Rois (6) in Basel, das Trois Couronnnes (11) in Vevey und das Art Deco Hotel Montana (13) in Luzern. Ersteres überrascht mit Originalität in der Küche und den schönsten Blumen­dekorationen im Land, Letzteres mit den sechs neuen Penthouse-Suiten, die alle über eine ­eigene Dachterrasse mit Whirlpool ver­fügen. Das «Trois Couronnes» setzt verstärkt auf die DNA des Genfersees, etwa indem es seinen Gästen auf Wunsch einen exklusiven «Table d’hôte» inmitten der nahen Lavaux-Weinberge oder Besichtigungen nicht öffentlich zugänglicher Uhrenmanufakturen anbietet.

Auf Rang 21 steigt der Schweizerhof in Bern ein. Das lange Zeit leer stehende und nun mit 45 Katar-Millionen umgebaute Hotel prunkt nicht nur ästhetisch (womit sich die meisten neuen Hotels ­begnügen), sondern vor allem auch mit einem traditionellen Serviceverständnis: Das warmherzige Team hört auf die Wünsche seiner Gäste.

Triumph der Einzigartigkeit. In der Kategorie der Dreisterne- und Unique-Stadt­hotels setzt erstmals das Krafft Basel den Massstab. Es ist ein ­lebendiger Ort mit grosser lokaler Verwurzelung, ein toller Mix aus Retrochic der 1950er, klassizis­tischen Elementen aus der Gründerzeit (1872) und heutigem Design. Mit wohnlichen, erschwinglichen Zimmern und neu mit stimmiger Weinbar, die sich an der Deli-Kultur New Yorks inspiriert und sämtliche Flaschenweine ab drei Dezi­litern auch offen ausschenkt. Neuster Coup: Das «Krafft»-Team um Mastermind Franz-Xaver Leonhardt übernahm im Juni auch die Leitung des Zürcher Designhotels Greulich (5), das derzeit um zehn Zimmer ­erweitert wird.

«Location, location, location!» – der Leitspruch des Grosshoteliers Conrad Hilton hat eine neue Dimension erhalten: Heute zählt nicht nur die Lage eines ­Hotels, sondern genauso das lokale ­Lebensgefühl, das Gespür für den Standort. «Location» im Sinne von regionaler Identität und authentischem Erlebnis ist das neue Zauberwort. Wir Gäste wollen auf Reisen nicht Globales vorgegaukelt bekommen, nicht in irgendwelchen immer gleichen Hotelzimmern aufwachen und gar nicht mehr wissen, wo wir sind. Wir möchten vielmehr in einen Ort eintauchen und das Einzigartige und deshalb Exklusive erfahren.

Wenn man einem vielgereisten Genussmenschen aus Übersee ein Ferienhotel empfehlen müsste, das zeitgemässe Swissness und alpine Authentizität verkörpert und zugleich der globalen Fünf­sternperfektion entspricht, gibt es keinen besseren Ort als das Riffelalp Resort ob Zermatt. Man kann so kritisch hinschauen, wie man will: Mit einer Qua­litätsoffensive in Service, Küche und ­Angebotsvielfalt hat sich die naturnahe Edel-Lodge den Spitzenplatz im BILANZ-Hotel-Rating zurückerobert. «Ein gutes Produkt reicht nicht, es braucht viel Knochenarbeit und Herzblut, um ein Hotel zum Laufen zu bringen und vor allem am Laufen zu halten», sagt Hans-Jörg Walther. Er zählt zu den wenigen Hoteliers, die ihr Haus nicht nur verwalten, sondern mit nicht nachlassendem Enga­gement gestalten. Wer einmal bei ihm auf 2222 Metern Höhe abgestiegen ist, mag für alpine Alternativen verloren sein: Das «Riffelalp Resort» lässt die meisten anderen Berghotels blass und unvorteilhaft aussehen.

Es sei denn, man sucht das pralle Leben, ein kommunikatives Ambiente, viele Wahlmöglichkeiten zu jeder Tages- und Nachtzeit. Dann ist man im Gstaad Palace, unserem zweiten Sieger in der Kategorie der Ferienhotels, oder im Badrutt’s Palace (Rang 9) in St. Moritz besser aufgehoben. In beiden Alpen­palästen stimmt der Flow, beide verbinden Schweizer Bodenständigkeit mit einem erfrischend durchgedrehten Flair – in beiden Häusern sagt man dem Gast etwas später Nein als anderswo.

Hotelhochburg Bündnerland.Liebt man südliches Klima, maximale Privatsphäre, regionale Verbundenheit von den Pflegeprodukten bis zum Gourmetmenu, dann ist das Castello del Sole (3) in Ascona richtig. Es steht für eine gewisse Lebensart, deren Wert in einem unwiderstehlichen altmodischen Charme und einer gediegenen Natürlichkeit liegt, die selten geworden sind. Das «Sonnenschloss» schafft eine Magie der Stille und strahlt die Gelassenheit eines über Jahrzehnte organisch gewachsenen Luxusresorts aus, die man in den trendorientierten, oft mit viel Marketingbudget «gemachten» Konzepthotels vergeblich sucht.

Graubünden bleibt mit sieben Hotels in den Top 25 tonangebend, allen voran mit dem Suvretta House (4), dem Grand Hotel Kronenhof (8), dem Kulm Hotel St. Moritz (11) und dem aufsteigenden Paradies (13) in Ftan. Letztgenanntes ist in seiner Schlichtheit spektakulär und zählt zu den schönstgelegenen, bestgeführten und am meisten unterschätzten Luxushotels der Schweiz.

Auch das Vieux Manoir (14) am Murtensee muss nicht auftrumpfen, um sich zu beweisen – es ist geschaffen für Gäste, die unprätentiösen Luxus schätzen und das Gefühl, in einem privaten Anwesen eingeladen zu sein, in dem der Gastgeber für alles gesorgt hat.

Berner Oberland und Wallis sind mit jeweils vier Häusern unter den besten 25 vertreten, unter anderem mit dem neu auf Rang 15 eingestiegenen Grand Hotel Park in Gstaad, das sich nach dem 38-Millionen-Umbau in smarter alpiner Eleganz präsentiert und erlebnishungrigen Gästen sogar einen Flug im hotel­eigenen Heissluftballon anbietet. Ebenfalls neu unter den besten Ferienhotels des Landes: das Wellnesshotel Golf ­Panorama (39) im thurgauischen Lipperswil, das La Val (48) im bündnerischen Brigels und das Hotel Villa Honegg (49) auf dem Bürgenstock.

Inhabergeführte Ferienhotels wie das Victoria (25) hoch über Montreux und das Mirabeau (27) in Zermatt fallen durch ihre freundliche Normalität und ihre Tag für Tag gelebte Hotelkultur auf und beweisen, dass man auch ohne ­finanzstarke Mäzene konkurrenzfähig bleiben kann. Auch das Parkhotel Bellevue (24) in Adelboden zählt zu den ehrlichen, erschwinglichen Hotels mit hohen Qualitätsansprüchen. Es gibt nicht vor, mehr zu sein, als es ist – und verblüfft trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb.

Im Hotel-Olymp

New York reizt alle ­Hotelunternehmer mehr als jede andere Stadt und sticht mit 14 stilbildenden ­Hotels unter den 100 weltbesten heraus – gefolgt von London mit 11 Häusern und Paris mit 7.

Das Four Seasons Hotel New York schafft erstmals den Sprung auf Rang 1. New Yorks höchstem Hotel (52 Stockwerke) ist nur mit Superlativen beizukommen: Der Ausblick von vielen der 368 Zimmer aus könnte nicht bombastischer sein, die Architektur von I.M. Pei kaum monumentaler. Die tempelartige Lobby ist der Inbegriff von Bright-Lights-Big-City-Glamour, und das Hotel gibt dem Reisenden zu jedem Zeitpunkt das ­Gefühl, dass er im Mittelpunkt der Welt ­angekommen sei. It happens here.

«Four Seasons at its most spectacular», schreibt das Reisemagazin «Condé Nast Traveller». Auch in puncto Service: Das gesamte Personal erhält regelmässig Schulungen, wie den Gästen nach der Devise «Never say no» am besten ent­gegengekommen werden kann. Dies ist ­gerade im New Yorker Flaggschiff eine spezielle Herausforderung, weil das Haus oft ausgebucht ist und die Gäste teilweise mit einer überbordenden Erwartungshaltung anreisen – immerhin befinden sie sich inmitten eines wahr gewordenen Traums moderner Grandhotellerie.

Unermüdliche alte Damen. Dass sich die Nobelmarke Four Seasons nicht auf ihren Lorbeeren ausruht, merkt man etwa daran, dass sie sich vom früher angestrebten global geklonten Luxus und dem homogenen Allerweltsdesign löst und im Sinne einer intelligenten «Glocalisation» versucht, ihre Hotels in die jeweilige kulturelle Um­gebung einzubinden. Motto: lokalspezi­fische Erlebnisse statt realitätsfernes ­Cocooning. Bestes Beispiel dafür ist das Four Seasons Hotel Firenze (3), das in zwei Renaissancepalästen untergebracht ist und die Medici-Vergangenheit auch in manchen der 116 Zimmer wieder auf­blühen lässt. Zum authentischen Florenz-Erlebnis trägt das Gourmetrestaurant Il Palagio bei, das ausschliesslich toskanische Produkte von lokalen Erzeugern verwendet. Und sämtliche Spa- und Pflegeprodukte stammen von der florentinischen Klosterapotheke Santa Maria Novella.

Einige charismatische Hotelikonen können sich seit Jahrzehnten am Markt behaupten. Das Geheimnis: Die alten Damen ruhen nicht, sondern arbeiten unermüdlich daran, für stets neue Gästegenerationen sexy zu bleiben. The Peninsula Hong Kong (2), Le Meurice (10) in Paris, das Mandarin Oriental Bangkok (12), das Adlon Kempinski (17) in Berlin, das ­Cipriani (24) in Venedig und Brown’s Hotel (29) in London zählen vor allem deshalb zu den weltbesten Hotels, weil sie das Lebensgefühl ihrer Stadt so vital verkörpern, dass sich auch jüngere Grossstadtmenschen zu Hause fühlen. Weniger überzeugend entwickelt sich das Raffles Hotel (34) in Singapur, das kaum mehr Einheimische anzuziehen vermag und zu einem reinen Touristenghetto geworden ist.

Das spektakulärste Revival in diesem Jahr ist dem Savoy (11) in London gelungen. Mitten im Stadtzentrum gelegen, betört der Art-déco-Palast mit klassischen Starqualitäten und strahlendem Perfektionismus. Wer sich an einen Ort träumt, an dem das Leben zum Film wird, ist hier richtig. Speziell: Der Shop überrascht mit dem Allerbesten aus britischen Handwerksbetrieben jenseits der 08/15-Luxusbrands. Die Hüte stammen von Moody & Farrell, die Herrenmode von Kultschneider Spencer Hart, das Geschirr von der funkigen Traditionsmarke The New English.

Zuverlässig zauberhaft. Keine Feriendestination ist mörderischer als die Malediven. Hier glänzen fast alle Hotelgruppen mit Flaggschiff-Resorts, davon haben es zehn in die Top-100-Liste geschafft. Thailand und Südengland sind mit jeweils sieben Hotels vertreten, Mexiko mit sechs, die Seychellen und Südafrika mit je fünf.

Im One & Only Reethi Rah, dem diesjährigen Sieger unter den weltbesten Ferienhotels, ist alles genau so, wie man es sich in seinen optimistischsten Träumen erhofft hat – glamourös, entspannt, luftig-elegant, mit sehr viel Platz und Privacy, wunderbarem Service und einer Ansammlung wohltuender Genüsse in filmreifer Tropenkulisse. Jedes Detail ist ausgefeilt, architektonisch integer, die Insel eine der grössten auf den Malediven, mit sechs Kilometern Küste und 130 Gästevillen, von denen die kleinste 135 Quadratmeter Innenfläche plus einen ­eigenen Garten mit Hängematte und ­direkten Strandanschluss hat.

Auch das Delaire Graff Estate (3), in den prähistorisch wirkenden Rebhängen der Kapregion ob Stellenbosch gelegen, wirkt wie vom Himmel gefallen. Süd­afrikas interessanteste Hotelanlage ist der Fantasie des englischen Diamantenhändlers Laurence Graff entsprungen: das Nonplusultra eines Weinguts, bestehend aus den Weinproduktionsstätten mit Vinothek, zwei hochfrequentierten Restaurants (das eine zählt bereits zu den besten im Land), einem abgegrenzten Hotelteil mit zehn Gäste-Lodges, Spa und Garten. Alles ästhetisch sehr befriedigend, energieeffizient bewirtschaftet, souverän geführt und mit einer Kunst- und Skulpturenkollektion bestückt, die alleine schon die Anreise lohnt.

Das «Delaire Graff Estate» hat eine grosse Gemeinsamkeit mit Whatley Manor (4) in der südenglischen Countryside, der Réserve Ramatuelle (8) bei Saint-Tropez, dem Qualia (10) beim Great Barrier Reefund weiteren Wahnsinns-Retreats an den teilweise entlegensten Orten der Welt: Sie entstanden, weil Milliardäre eine Passion für Hotels entwickelten, die über Bubentraumerfüllung und Prestigedenken hinausgeht.

Normalerweise ist ein Luxushotel, wenn es einmal steht, ein fixfertiges ­Produkt, das in den Jahren nach der ­Eröffnung kaum mehr zu überraschen vermag. Anders im oberbayrischen Schloss Elmau (2). Das Team um Dietmar Müller-Elmau, dem vielgereisten Hausherrn, und Nikolai Bloyd, dem ideen­reichen ­Hoteldirektor, legt stets noch einen drauf. Der bisherige Kritikpunkt – die durchschnittliche Gastronomie – wurde durch einen neuen Küchenchef mit Höchst­anspruch für alle fünf Restaurants behoben. Egal, ob Wienerschnitzel mit Kartoffelsalat oder Sechsgänger mit Hummer, alles glänzt nun konstant in ­tadelloser Qualität.

Inspiration und Inhalte

Im Frühjahr wurde das ohnehin schon kaum zu übertreffende Spa-Angebot um regelmäs­sige Yoga-Lektionen erweitert. Die fast täglich stattfindenden Kultur-Events, ein Markenzeichen des Hotels, sind bei jedem Besuch anders, immer spannend, häufig Weltklasse. Auch die Edutainment- und Abenteuerwochen für Kinder und Jugendliche, die kleinen Extras in den Zimmern und das breite Sport- und Freizeitprogramm verharren nie im Sein. Wenn es eine Konvention gibt auf Schloss Elmau, diesem Ort des Sehens, Entdeckens und Erstaunens, dann heisst sie: Langweile weder dich noch andere!

Es gibt viele schwache Konzepte in der Hotellerie und zu viele Hoteliers, die einen Designer oder Architekten beauftragen, ohne zu fragen, welches Hotelkonzept in die jeweilige Umgebung und zu den angepeilten Gästen passt. In ­Zukunft wird es besonders wichtig, mit dem Hotel eine Geschichte zu verkaufen. Moderne Reisende möchten Dinge erleben, die sie emotional berühren und inspirieren. Beispielsweise Australiens wilde Tierwelt hautnah beobachten in der Southern Ocean Lodge (7), durch die mystische Canyonlandschaft des nordamerikanischen Südwestens beim Amangiri (9) paddeln oder die Tempelanlage Angkor Wat vom Soneva Kiri (17) aus erkunden.

Claus Sendlinger, CEO der Marketingorganisation Design Hotels, bringt den Trend auf den Punkt: «Mit der Beschreibung eines neuen Hotelresorts auf Bali oder Mauritius beeindruckt man heute niemanden mehr. Erzählen Sie, wie Marrakesch entstanden ist oder dass Sie auf einer Wildlife-Expedition waren, dann gehört das Interesse bei der nächsten ­Essenseinladung Ihnen.»

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